Jahresbericht des Präsidiums 2017

Nach längerer Zeit hielten wir unsere Hauptversammlung wieder einmal im Restaurant Weinstube ab. Die Geschäfte wurden wie gewohnt zügig behandelt, sodass schon bald ein feiner Antipasti – Teller aufgetischt werden konnte. Anschliessend sprach Barbara Oppliger, Fachfrau für Biolandbau am Landwirtschaftlichen Zentrum Salez zum Thema „Werbung und Wirklichkeit im Biolandbau“. Hauptpunkte waren dabei die Unterschiede zur konventionellen und IP Produktion sowie der zwischen den verschiedenen Labels. Schön war zu erfahren, dass für sie Biobauern grundsätzlich einen zufriedeneren Eindruck machen.

Wie gewohnt war der Weihnachtsmarkt der erste Anlass nach der HV. Wieder war er ein voller Erfolg. Neu ist, dass wir einen eigenen Crêpesofen besitzen. Der Aufwand, den Ofen in Speicher zu holen und wieder zurückzubringen, war doch sehr gross.

Bei der jährlichen Amphibienwanderung hat sich nicht viel verändert. Mitglieder der drei Naturschutz-vereine Diepoldsau, Widnau und Balgach sperren jeweils an vermuteten Wandertagen die Rietstrasse um den Tieren eine gefahrlose Wanderung zu ermöglichen.

Zum letztenmal schnitten MitarbeiterInnen der Organisation Mensch-Natur die Weiden am Schnegg. Vor Jahren haben sie bei sich in Herisau Weiden gepflanzt, die nun genutzt werden können. Wir sind froh, dass Chläus Egli mit Bewohnern der Wohngemeinschaft Wald diese Arbeit übernehmen wird. Die zusätzliche Arbeit wie das Pflanzen neuer Stecklinge, das Ausfüllen von Lücken wird nun jeweils am ersten Pflegetag im März erledigt.

Eine grosse Hilfe erhielten wir am ersten Pflegetag in der Höchstern. Von der Raiffeisenbank Mittelrheintal wurden wir angefragt, ob die Mitarbeitenden im Rahmen eines Teamanlasses mitarbeiten könnten. Bei recht feuchtem Wetter half so eine bunt gemischte Gruppe tatkräftig mit. Die Stimmung war trotz des Regens gut. So war schon schnell die Rede von einem weiteren Einsatz, was wir natürlich sehr schätzen würden.

Die andern beiden Pflegetage verliefen im gewohnten Rahmen. Es zeigt sich weiterhin, dass vor allem die Vorstandsmitglieder und ihre PartnerInnen dabei sind. Die bisherigen treuen HelferInnen sind halt doch etwas in die Jahre gekommen und so ist es absolut verständlich, dass sie nicht mehr dabei sein können. Aber vielleicht finden auch einige jüngere Mitglieder den Weg in die Höchstern. Bis jetzt hatten alle Mitarbeitenden viel Spass und Freude an der gemeinsamen Arbeit – und am feinen Znüni.
Sehr froh sind wir, dass Frau Cornelia Bally und ihre KollegInnen jedes Jahr mit einer Kantiklasse einen Einsatz in der Höchstern machen und Neophyten und vor allem die Goldruten bekämpfen.

Ein Thema am diesjährigen Gespräch mit unserer Gemeindepräsidentin, Silvia Troxler, war die mangelnde Information in Bereichen, die den Naturschutz betreffen. So merkten wir letztes Jahr, dass am Wydenbach zwischen Werkheim Wyden und dem Pfadiheim grosse Bauarbeiten für eine Wasserfassung im Gang waren: Der Bach wurde untergraben. Es wurde uns zugesichert, dass wir nun informiert werden würden, was bei den neuen Fassungen oberhalb des Werkhofes auch geschah. So konnten wir an kritischen Stellen auch noch eingreifen.

Ein grosser Erfolg war der dreiteilige Ornithologiekurs. Im vollen Broncosaloon erzählte Erich Widmer aus St.Gallenkappel – er ist Ornithologe, Tierpräparator, Ranger und Jäger- an zwei Abenden an-hand von 50 Dias informativ und humorvoll über die wichtigsten Vögel in unserer Region. Mit einer Exkursion in die Höchstern kam auch der praktische Teil nicht zu kurz.

Schon zum zweitenmal führten wir einen Anlass mit dem Club junger Mütter durch. 30 Kinder und 27 Erwachsene nahmen teil. Unter Anleitung von Chläus Egli und Philipp Buschor fügten sie Nistkästen für Gartenrotschwänze aus Bausätzen zusammen, welche die Bewohner der Wohngemeinschaft Wald
gezimmert hatten. Im Wald lauschten sie Vogelstimmen und probierten sie zu bestimmen. Ebenso suchten sie Insekten, Weinbergschnecken und Feuersalamander. Wer weiss, vielleicht wachsen da zukünftige Vorstandsmitglieder heran.

Am einem schönen Juniabend fuhren 10 Personen mit den Velos nach Berneck zum Bio Betrieb im Schossenriet. Beat Reller führte sie durch seinen Betrieb, der vor allem Beeren produziert, in erster Linie Erdbeeren. Er pflanzt ganz verschieden Sorten an: kleine und grosse Beeren, rote und weisse. Daneben werden auch Setzlinge angezogen und ab Hof oder einmal pro Woche an einem Stand in Heerbrugg verkauft. Alle waren beeindruckt, wieviel Arbeit hinter all diesen Bioprodukten steht. Zum Abschluss verwöhnte Sarah Reller die Besucher mit einem feinen Erdbeerdessert.

Der Kompostierkurs litt leider unter dem schlechten Wetter. Den ersten Teil (kompostieren in Silos) durften wir in Kathrin Grabers wohlig geheiztem Gartenhaus durchführen. Kursleiterin Agi Fleury brachte von allen nötigen oder erwünschten Zutaten eine Portion mit. So mischten wir den Kompost halt im Miniaturformat. Agi Fleury wusste so viel Interessantes dazu zu erzählen, dass auch diese Art ihren Zweck erfüllte. Der zweite Teil fand dann sogar in der Stube statt. Mit einem Plastik auf dem Tisch ging das auch ganz gut.

Jedes Jahr, Mitte Juni, führt der Verein Lebensraum Rheintal seine Feldveranstaltung durch, diesmal in Balgach. Thomas Oesch und Reto Naef organisierten beim Schloss Grünenstein ein vielseitiges Programm. Bei einem Rundgang mit Fredy Kuster wurden die Aufwertungen am Waldrand besichtigt, Winzer Ralph Heule führte durch den Rebberg und erzählte von seinen Plänen betreffs Umstellung auf Bioanbau. Lorenzo Custer zeigte den Torkel und informierte über den geplanten Ausbau, und Heide Rohner berichtete den Interessierten über ihre Bienen. Den Abschluss bildete ein gemütliches Zusammensitzen bei Wurst, Brot, Wein und Nussgipfeln.

An einigen Sitzungen beschäftigte uns der neue Teilzonenplan im Leica Areal. Im Mai wurden wir zusammen mit andern beteiligten Parteien zu einem Gespräch im Gemeindehaus eingeladen. Zu grossen Diskussionen führte die Idee, den gesamten Baumbestand zu roden. Besonders der Vertreter von Pro Natura war der Idee gegenüber sehr skeptisch und drängte auf eine stärkere ökologische Gestaltung oder aber wertvollere Ausgleichsflächen. Nachdem der offizielle Plan keine Aenderung brachte, beschlossen wir im Vorstand, dagegen Einsprache zu erheben, ganz im Sinn unserer Statuten: Artikel 3: Der Vereine hat zum Zweck, allein oder in Verbindung mit anderen gleichgesinnten Organisationen im Sinne des Natur- und Landschaftsschutzes zu wirken. Artikel 4e: Einflussnahme bei behördlichen Planungen. Wir sehen uns nicht als Verhinderer von Arbeitsplätzen, fragen uns aber, ob dazu wirklich die Rodung des ganzen Waldes nötig ist. Dazu kommt, dass die vorgesehenen Ersatzmassnahmen noch sehr unverbindlich formuliert sind und dass eine Gemeindeparzelle einfach als Industriezone deklariert wurde.

Ein herzliches Dankeschön möchten wir Euch, unsern Vereinsmitgliedern aussprechen. Besonders freut uns, dass wir hie und da positive Reaktionen für unsere Arbeit erhalten auch in Form von Spenden bei Todesfällen, Es motiviert, uns weiter für die Natur in und um Balgach einzusetzen. Einen Dank auch an unsere VorstandskollegInnen für Ihre engagierte Mitarbeit.

Balgach, im Oktober 2017
die PräsidentInnen
Marianne Hangartner · Tobias Schmidheini

Jahresbericht des Präsidiums 2016

Die letzte HV fand erstmals im Eichhof bei Familie Ritz statt. Nicole Inauen, die zuständige Fachperson im Kanton St.Gallen sprach über das neue Beitragssystem LQB (Landschaftsqualitätsbeiträge) für landwirtschaftliche Betriebe. Jakob Ritz erläuterte dann anhand einiger Beispiele, was für Auswirkungen diese Beiträge für Bauern und Umwelt haben. Nach einem feinen Imbiss folgte die ordentliche HV.

Auch diesmal war der Weihnachtsmarkt ein grosser Erfolg. Die Crêpes und der Glühmost fanden grossen Anklang und auch die Gelegenheit zum Plaudern und Diskutieren wurde rege benützt. Der Anlass ist immer eine gute Werbung für die Balger Natur.

Leider war auch im letzten Vorfrühling die Witterung für die Amphibienwanderung ungünstig. Schon früh zogen die ersten Frösche und Kröten los; dann erfolgte ein Kälteeinbruch. Dadurch erstreckte sich die Wanderung über eine lange Zeit, was für die Helfer einen grossen Zeitaufwand bedeutete, mussten sie doch an vielen Abenden die Strasse nach Diepoldsau sperren.

Noch vor dem ersten Pflegetag am 19.März schnitten Betreuer und Mitarbeitende der Organisation Mensch-Natur in Herisau die Weiden am Schnägg. Die feinen Zweige nehmen sie jeweils mit und flechten Osterkörbe daraus. Auch die dickeren sind begehrt und können nach Absprache mit der Balger Natur abgeholt werden.

Auch dieses Jahr wurde an den drei Pflegetagen eifrig gearbeitet. Es galt einiges zu mähen und das Schnittgut zu Haufen aufzuschichten, Brombeeren und Sträucher mussten zurückgeschnitten und wie immer Neophyten ausgerissen und entsorgt werden. Eine Neuerung gab es am Pflegetag vom 27. August – diesen hatten wir wegen des Suserfestes um eine Woche vorverschoben. Etwa acht Kinder halfen im ersten Teil voller Begeisterung mit. Nach der Pause durften sie dann Schlangenbrot backen. Von einem von ihnen ertönte allerdings der Satz: „Ich möchte lieber weiterarbeiten“. Voll Stolz offerierten sie anschliessend uns Erwachsenen vom gut gelungenen Brot.
Auf Anregung von Margrith Hasler sind wir dran, eine Jugendgruppe aufzubauen. Geplant sind die Mithilfe bei den Pflegetagen und ein Ausflug pro Jahr. Wir hoffen damit auch junge Eltern für die Arbeit in der Balger Natur zu begeistern.

Das Gespräch mit unserer Gemeindepräsidentin, Silvia Troxler, ist auch schon Tradition. Es bietet jeweils Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch, zu Fragen, Anregungen und hie und da auch zu Kritik.

Trotz des nassen Frühlings konnte die Waldrandbegehung dieses Jahr stattfinden. Förster Fredy Kuster zeigte den Teilnehmenden die wertvollen, gestuften Waldränder im Gebiet Grünenstein. Die ganze Gruppe samt Leiter war überrascht, dass dort mehr als 40 verschiedene Sträucher und Bäume wachsen, darunter auch sehr seltene wie der Faulbaum.

Vielleicht hielt der heftige Regenguss kurz vor Beginn einige von der Fahrt nach Altstätten ab. Meinrad Gschwend konnte doch noch acht Personen begrüssen. Auf teils unbekannten Wegen führte er die Gruppe durch Altstätten. Dabei zeigte er einige botanische Besonderheiten und wusste viel über ihre Geschichte zu erzählen. Mit Schmunzeln nahmen wir zur Kenntnis, dass es auch in andern Gemeinden nicht nur Einigkeit zwischen Behörden und Naturschützern gibt. Vor dem gemütlichen Ausklang in der Klostermühle stiegen wir noch zur imposanten alten Eiche hinauf. Man schätzt ihr Alter auf gute 500 Jahre. Was sie wohl alles Schönes und weniger Erfreuliches erlebt hat. Jetzt beherbergt sie unter anderem ein Hornissennest.

Am 17.September führte Margrith Hasler eine Schar Erwachsene und Kinder in die Mastrilser Auen in der Nähe von Landquart. Unter naturkundlicher Leitung wanderte die Gruppe ca drei Stunden dem Fluss entlang bis Untervaz. Hier fliesst der Rhein noch recht natürlich in seinem alten Bett. Die Uferwälder und Kiesflächen werden regelmässig überflutet. Flussregenpfeifer und Eisvögel brüten im Gebiet, auch sind grosse Flächen vom vitaminreichen Sanddorn bewachsen. Das Ganze gibt einen Einblick, wie Teile des Rheins vielleicht in einigen Jahren, nach Abschluss des Projekts Rhesi, aussehen könnten.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir auch wieder einmal auf unsere homepage hinweisen. Von vielen Anlässen finden sich dort Bilder ebenso von unseren Schutzgebieten. Auch das Jahresprogramm und weitere Informationen sind aufgeführt. Dazu gibt es einige Links zu befreundeten Organisationen oder interessanten Seiten.

Das Projekt zur Unterstützung des Glögglifroschs – eines der grossen in den letzten Jahren – steht kurz vor dem Abschluss. Je ein Weiher im Wolkenberg und in der Nähe des Pfadiheims wurden ausgebaggert oder vergrössert. Bei letzterem erstellte eine Mitarbeiterin des Werkheims Wyden eine Trockenmauer. Bewusst wurden einige grössere Abstände zwischen den Steinen eingehalten, damit sich die Tiere dort verkriechen können. Gleichzeitig wurde im Wolfsbachtobel und beim Werkhof der Wald etwas ausgelichtet um günstige Bedingungen für die Geburtshelferkröte zu schaffen. Die letzten Arbeiten am Weiher des Wydenbachs werden diesen Winter noch ausgeführt. Ob all die Aufwertungen wirklich zu einer Zunahme der Population führen, wird wahrscheinlich erst in einigen Jahren sichtbar sein.

Einen besonderen Dank möchten wir unserem ehemaligen Präsidenten Hansjörg Schiesser aussprechen. Er hat mit einigem Aufwand die Mauer beim Südeingang Höchstern ausgebessert und zum Teil neu aufgebaut. Leider haben auch wir immer wieder mit Vandalismus zu kämpfen.
Ein zweites Dankeschön geht an Kantilehrerin Cornelia Bally. Seit Jahren arbeitet sie mit ihren SchülerInnen in der Höchstern. Diesmal verbrachten sie sogar zwei Tage mit praktischer Arbeit. Am ersten rodeten sie die vielen Goldruten und Knöteriche, die trotz aller Arbeit immer wieder auftauchen. Am zweiten halfen sie dem Förster im Wald.

WUnser Dank gilt ebenfalls allen Mitgliedern für ihre Unterstützung. Ebenso erwähnen möchten wir unsere VorstandskollegInnen und unsere Kassierin, Lydia Rüesch für Ihre selbstverständliche und engagierte Mitarbeit.

Balgach, im Oktober 2016

die PräsidentInnen

Marianne Hangartner Tobias Schmidheini

Jahresbericht des Präsidiums 2015

Anlässlich der letzten HV zeigte sich einer der Vorteile des Kopräsidiums. Tobias Schmidheini erfuhr erst am Nachmittag, dass er abends die HV leiten müsse. Marianne Hangartner war so stark erkältet, dass sie nicht mehr laut sprechen konnte. Er meisterte die überraschende Aufgabe aber souverän.

Eentsprechend dem Jahresthema Nussbäume berichtete Hans Oppliger vom Landwirtschaftlichen Zentrum Sennwald über die Tätigkeit des Vereins Nussdorf Frümsen. So ist dieser seit einigen Jahren daran, Nussbäume aus allen Gegenden der Schweiz zu setzen, unterdessen sind es schon etwa 70 Sorten. Er betonte, wie wichtig die genetische Vielfalt sei, da man so bei Neuzüchtungen über ein breites Fundament verfüge.

Auch der Weihnachtsmarkt stand unter dem Thema Nüsse/Nussbäume. So durften die Kinder Nüsse über eine Kügelibahn rollen lassen. Viel Aufmerksamkeit genoss die Landkarte von Balgach, auf der bekannte Nussbäume mit Stecknadeln bezeichnet werden konnten. Aber noch wichtiger war den meisten Leuten natürlich das leibliche Wohl. Die verschiedenen, feinen Crêpes und der Glühmost fanden wieder grossen Absatz.
Das verstärkte Sicherheitsdenken macht auch vor uns nicht Halt. Aus feuerpolizeilichen Gründen brauchen wir neu ein Feuerlöschgerät beim Stand, dazu müssen wir das Ofenrohr massiv verlängern und eine Abschrankung um den Ofen stellen.

Wie immer im frühen Frühling erneuerten einige Frauen die Weidenhecke am Schnegg in der Höchstern. Da alle Zweige durch Mitarbeitende der Organisation Mensch-Natur in Herisau geschnitten und schön aufgehäuft worden waren, konnten sie sich aufs Ausfüllen der immer wieder entstehenden Lücken beschränken. Es blieb aber auch so noch recht viel Arbeit mit Einschlagen der Stecklinge und Flechten des lebendigen Hags.

Wegen der Kälte wurde der Lehmstampftag im Buggler auf März verschoben. Wie auf der Foto zum Artikel im Rheintaler (verfasst von Jolanda Spirig) zu sehen war, arbeitete eine wetterfeste Gruppe von Erwachsenen und Kindern mit Begeisterung.. Es galt, zwei Kubikmeter Lehm im Weiher festzustampfen, damit das Wasser nicht mehr versickern kann. Bis jetzt fanden sich junge Feuersalamander und Bergmolchlarven ein. Für den Glögglifrosch brauchts wohl noch etwas Geduld.

Vom wettermässig nicht so tollen Mai war auch unsere Abendveranstaltung „Vielfalt am Waldrand „ betroffen. Es regnete und war kalt. So entschlossen wir uns, die Exkursion abzusagen. Tobias Schmidheini begab sich trotzdem zum Treffpunkt und fand dort einige ganz Wetterfeste vor, denen er eine Privatführung anbot. Wir werden die Veranstaltung nochmals ins nächste Jahresprogramm aufnehmen und hoffen auf besseres Wetter.

Ebenfalls im Mai erlebten etwa 10 Teilnehmende mit Thomas Riedener einen interessanten und genussreichen Vormittag im Keller und Garten des Restaurants Rössli zum Thema Hirnnahrung. Nach einem theoretischen Teil und der rege genutzten Fragerunde gab‘s feine Muster zum Probieren. Diese kulinarischen Anlässe sind unterdessen eine kleine Tradition und sehr beliebt.

Infolge eines Missverständnisses wurde der Pflegetag vom Juni nicht in der Zeitung ausgeschrieben, dazu waren erst noch einige Vorstandsmitglieder verhindert. So kamen einzig drei Männer in die
Höchstern, die aber mit grossem Einsatz die dringendsten Arbeiten erledigen konnten. Zum Glück hatten Geri Wicki und Otto Nüesch schon im Voraus einiges gemäht.

Auf viel mehr Interesse stiess der Anlass zum Thema Biber, der zusammen mit der Gruppe Junger Mütter organisiert wurde. Am sogenannten Vatertag besuchen die Kinder für einmal mit ihren Vätern eine Veranstaltung. Ueber 50 Personen meldeten sich an und genossen einen herrlichen Tag im Tratthof. Eine Vertreterin des WWF brachte den Kindern auf sehr anschauliche Weise den Biber und sein Leben näher. Nach dem Grill-Mittagessen durften die Kinder mit Klötzen eine Biberburg bauen, Biberbilder malen und zeichnen oder einer Bibergeschichte zuhören. Auch das gespannte Seil über den Binnenkanal wurde rege benützt.

Der 5.September war ein richtiger Balger Natur Tag. Morgens stand der Pflegetag in der Höchstern auf dem Programm, an dem wieder mehr fleissige HelferInnen teilnahmen.
Nachmittags fand der Ausflug ins Nussdorf Frümsen statt. Hans Oppliger, der schon an der letzten HV referiert hatte, empfing Velo- und BusfahrerInnen an der Haltestelle in Sennwald und führte uns auf einem schönen Wanderweg nach Frümsen. Schon bald trafen wir entlang des Weges auf die ersten Nussbäume, alle bezeichnet nach ihrer Herkunft. Immer wieder entdeckten wir ältere und jüngere Bäume und wurden ausführlich über Historisches, verschiedene Sorten und den Anbau informiert. Beim Staatswingert erwartete uns noch ein feines Zvieri. Die Zeit reichte gerade noch für eine kurze Besichtigung des Rebbergs, bevor wir uns auf den Heimweg machen mussten.

Obwohl wahrscheinlich die meisten Vorstandsmitglieder lieber draussen arbeiten oder an einem Ausflug teilnehmen, gehören halt auch Sitzungen zum Vereinsleben. Viermal trafen wir uns letztes Jahr und behandelten dabei 35 Traktanden. Viele davon kommen bei jeder Sitzung vor, so Rückblicke und Vorschauen auf die verschiedenen Veranstaltungen. Was diesmal jedoch mehr Zeit als üblich beanspruchte, war die Erstellung einer neuen homepage. Da Hermann Schachtler, der die alte eingerichtet und betreut hatte, im Frühjahr nach Rebstein gezogen und aus dem Vorstand ausgetreten war, setzten sich Margrith Hasler, Thomas Riedener und Tobias Schmidheini zusammen mit einem professionellen Anbieter an eine neue. Seit heute ist sie nun aufgeschaltet und wir hoffen alle, dass sie rege angeklickt wird.

Ein ganz erfreuliches Ergebnis brachte das letzte Gespräch mit Gemeindepräsidentin Silvia Troxler. Sie und das Bauamt versprachen uns, acht ausgewählte Areale naturnah zu pflegen, d.h. erst nach Mitte Juni zu mähen und das Schnittgut abzuführen. Ich bin überzeugt, dass dabei auch Milly Hugs stete Bemühungen um mehr Lebensvielfalt in unserer Gemeinde stark mitgeholfen haben. Deshalb auch ihr ein herzliches Dankeschön.

WWenn wir schon dabei sind: Herzlichen Dank allen Mitgliedern, die auf irgendeine Art unsere Arbeit unterstützen, sei es durch Mitarbeit an den Pflegetagen, Teilnahme an den verschiedenen Anlässen oder einfach durch ihren Mitgliederbeitrag. Wir können stärker auftreten, wenn wir viele Gleichgesinnte mit uns wissen. Vielen Dank auch an Jolanda Spirig für Ihre engagierten Fotoberichte im Rheintaler. Einen grossen Dank auch den KollegInnen vom Vorstand, die – oft auch im Stillen – viel Arbeit für eine lebenswerte Gemeinde leisten

Balgach, im Oktober 2015

die PräsidentInnen

Marianne Hangartner Tobias Schmidheini