Balger Natur - Vereins-Chronik

18. November:

Gründung Verein Balger Natur – Restaurant Weinstube, Balgach. Anwesend 10 Gründungsmitglieder: Milly Hug, Madeleine Mathieu, Sina Semadeni, Beat Eichkorn, Elmar Eichmann, Rolf Neurauter, Thomas Oesch, Hansjörg Schiesser, Marcel Tschofen, Jürg Wunderli.

Wahlen:

Präsident: Jürg Wunderli (Obmann OV Balgach)
Vice-Präs: Sina Semadeni
Aktuar: Rolf Neurauter
Kassier: Thomas Oesch
Beisitzer: Madeleine Mathieu, Hansjörg Schiesser (Umweltschutzkommission)
Marcel Tschofen, Stefan Oehler (Ortsgemeinde),

Die Gründungsmitglieder schenken dem Verein eine junge Eiche. Sie wird auf Ortsgemeindeboden gepflanzt. Die Fledermaus wird zum Signet des Vereins.

Zweck des Vereins gemäss Statuten:
Erhaltung und Förderung der Lebensräume freilebender Pflanzen und Tiere
Praktische Naturschutzarbeit
Information und Sensibilisierung der Oeffentlichkeit
Informationsaustausch mit gleichgesinnten Organisationen
Einflussnahme bei behördlichen Planungen

Mitglieder können werden:
Einzelpersonen, die das 14. Lebensjahr erreicht haben
Familien
Firmen, Verbände, Korporationen, usw, (Kollektivmitglieder)
Jugendliche unter 14 Jahren (beitragsfrei, ohne Stimmberechtigung)

1995 zählt der Verein bereits 74 Mitglieder (meist Familien)
1995 Gemeindeammann Ernst Metzler schlägt ein vierteljährliches Treffen zum Informationsaustausch vor. Die Zusammenarbeit mit den Behörden ist gut.

Die 1. HV findet am 22.9.95 mit 30 MG im Restaurant Weinstube statt. Im Anschluss erzählt uns Herr Jonas Barandun, Biologe und Beauftragter für den kantonalen Fledermausschutz, viel Wissenswertes über unser Vereinssignet, sprich die Fledermaus.

An der 2.HV vom 27.9.96 wird der Vorstand mit Tobias Schmidheini auf 9 MG aufgestockt.

Neue Amtsverteilung: Thomas Oesch – Präsident, Jürg Wunderli – Vicepräsident, Hansjörg Schiesser – Aktuar, Madeleine Mathieu – Kassierin, Beisitzer sind: Marcel Tschofen, Sina Semadeni, Tobias Schmidheini, Stefan Oehler, Rolf Neurauter.

Im Anschluss hält Thomas Oesch einen Dia-Vortrag mit Thema: Was können wir in unserer engsten Umgebung für die Natur tun ? Er befürwortet ein ‚Haufendorf‘, weniger aufgeräumte Privatgärten, ein wenig ‚Sauordnung‘ im Garten sei erwünscht.

Wir machen 1996 Einsprache gegen die Umzonung von ‚WE‘ in ‚Öffentliche Bauten und Anlagen‘ eines Teils des Grundstücks 1592 Widen und befürworten Rückzonung in die Landwirtschaftszone mit Erfolg.
Teilnahme an der RHEMA zusammen mit umliegenden Natuschutzvereinen. Thema: Hochstamm-Obstbäume
Der Verein betreut rund 150 Nistkästen auf Gemeindegebiet.

Jahresthema: Natur vor der Haustüre

Durch die Sperrung der Rietstrasse während der Amphibienwanderung und in 12 Nächten konnten viele Hundert Frösche und Kröten sicher ihren Laichplatz erreichen. Dies soll nun jährlich gemacht werden.

Zusammenarbeit mit den Nachbarvereinen Widnau und Diepoldsau.
Neu: Materialdepot im ehemaligen Schützenhaus
Milly Hug erstellt viel beachtetes *****Hotel Wildbiene am Waldrand
Heckenpflanzung hinter Bebelan-Gebäude
Gemeindeeigene Wiese Ecke Kirchbühlstr/Bodenstrasse wird zur Magerwiese
Baumpflanzung am strassenseitigen Rand der Rössliwiese
Anfangs April Arbeitseinsatz/Unterhaltsarbeiten am Eberliwiesbach und Radweg Rietstrasse mit 25 Migros-Stiften, organisiert durch OV Widnau
Auf unsern Wunsch lichtet die Forstgruppe den obern Weiher aus.
Unsere Nistkästen für Spyren/Mauersegler werden von der Feuerwehr aufgehängt.

Pflegeplan zur Schutzverordnung Höchstern (noch in Revision) wird vorgestellt. Gegen die erweiterten Pufferzonen gingen keine Einsprachen ein. Entscheidend sind unser Engagement sowie die Regelung der Ertragsausfälle und Abgeltungen an die betroffenen Bauern. Im nächsten Jahr soll die erste Etappe der Umsetzung des Pflegeplans stattfinden.

HV-Tobias Schmidheini illustriert Rückgang der Hochstamm-Obstbäume gesamtschweizerisch und in Balgach von 600 um 1940 auf 10-30 Bäume heute. Ein Verlust für die Vogel- und Insektenwelt. Ruedi Kobelt, Mosterei, Marbach beleuchtet die wirtschaftliche Seite. Anfang Jahrhundert war Mostobst ein Exportartikel, Saft ein Hauptgetränk. Nach dem 2. Weltkrieg ging der Konsum aufgrund von Bier, Softdrinks, Fruchtsäften stetig zurück. 75% des Süssmosts wird heute von Grossverteilern verkauft. Hochstammanlagen sind im Rheintal selten geworden. Hanglagen wären ideal. Neue Anlagen müssten mindestens 50 Bäume gross sein um rentable 15 t zu ergeben. Wir setzen uns zum Ziel innerhalb von 5 Jahren mindestens 50 neue Obstbäume zu setzen als Ersatz der Verluste durch Überbauungen.

Jahresthema: Obstgärten

Januar 1998-Wildbienen- und Wespenbehausungen herstellen zum Verkauf am Flohmarkt. Erlös geht an die Igelmutter Frau Lehner, St.Gallen.

1998 schlägt der Gemeindeammann Ernst Metzler den ‚Grünen Tisch‘ vor mit Teilnahme Präsident Balger Natur, Bauamtchef, Gemeindeammann(Vorsitz), MG Gemeinderat, Ortsgemeinde, Landwirt. Wir wollen nicht nur koordinieren und verwalten, sondern konkret tätig werden bei Gelegenheiten.

Ende Februar: Amphibienschutz an der Rietstrasse / viele Notfalleinsätze für Ringelnattern und Flederrmäuse durch Jürg Wunderli und Marcel Tschofen / Phillipa Janelli macht kantonale Ausbildung zur Fledermausbeauftragten

Öffentlichkeitsarbeit: In der neuen ‚BalgerZittig‘ wird Rolf Neurauter unsere Anliegen gut positionieren

Gestaltungsmassnahmen Höchstern: Die Forstleute um Hans Artho öffneten im südlichen Teil eine Lichtung. Die ‚grauen Panther‘ fällten am nördlichen Weiher eine Reihe Erlen.
Heckenpflanzung am Wydenbach zusammen mit den Wyden-Betreuern.

Gemeindethema Grünabfuhr: Wir stellen am Infoabend eine ökologisch sinnvolle Abfallvermeidung vor: Aufschichten eines Haufens aus Ästen und Laub als Winterquartier für Igel und Grasfrösche.
HV – Vortrag Dr. A. Schwarz, kant.Beauftragter für Pflanzenschutz, zum Thema Gitterrost, Mutterkorn, Wurzelkropf und v.a. Feuerbrand. Bekämpfung durch Ersatz der Wirtspflanzen wie Cotoneaster, rigoroser Rückschnitt auf Obstbäumen, usw.

Wahlen: Rosmarie Sieber für austretenden Hansjörg Schiesser. Ersatz Revisor Urs Eisenbart durch Fritz Berger. Erhöhung Budgetkompetenz des Vorstands auf Fr 1000 jährlich.

5 Jahre Einsatz für mehr Lebensqualität in Balgach, um Balgach, in der Region und zwar für alle Bewohner, für uns Zweibeiner wie für Tausendfüssler, für Sommer- und Wintervögel:

Für die prächtige Linde beim Restaurant Steg
Für die grüne Rössliwiese
Für die Idylle beim oberen Weiher
Für die Frösche und Kröten an der Rietstrasse
Für die Hecke im Industriegebiet Wegen und im Kälberhag
Für die Hecke beim Schulhaus Breite und das Bödeli beim Schulhaus Berg
Für die alljährliche Blumenpracht am Radweg Rietstrasse
Für das Naturschutzgebiet Höchstern
Für die Bepflanzung am Eberliswiesbach
Für Nistkästen der selten gewordenen Spieren, Fledermäuse und Schleiereulen, für Wildbienen-Hotels
Für neue Hochstammobstbäume

Sturm hat die alte Wettertanne im Höchstern Riet gefällt. Viele Extremwetterereignisse bescheren den Bächen viel Wasser und richten Schäden an. Exkursion ins Vorarlberger Rheindelta muss infolge Hochwasser verschoben werden. Rege Wanderung von Erdkröten und Grasfrösche am Bühl und Kapf. 30 werden an den obern Weiher getragen. Viele werden überfahren. Obstbäume bleiben Thema. Wir wollen Grundbesitzer unterstützen im Ersatz für Fällungen im Industriegebiet Wegen und der neuen Siedlung Boden.

Anschlussbauwerk zur Autobahn A13, entlang Grundlochkanal, beschäftigt uns. Wir wollen Thema ‚Ausbau Rietstrasse und Option Entlastungsstrasse‘ gemeinsam mit der Lebensraumhege-gemeinschaft angehen. Dieses Verkehrskonzept entspricht dem Denken der 70er Jahre und macht unsere jetzigen Bemühungen inbezug Amphibienzu sinnlos. Die Höchstern wird isoliert.

Höchstern. Forstgemeinde führt bewilligten Holzschlag am Weiher aus. Am Pflanztag setzen wir viele einheimische Heckengehölze in die Bresche. Die Umweltkommission schreibt einen Gestaltungswettbewerb für den Deponiehügel aus. Im November wählt die Jury aus vielen interessanten Projekten die Weidenschnecke von Madeleine Mathieu und Tobias Schmidheini aus. Der Glögglifrosch (Geburtshelferkröte) hat die neuen Tümpel schon bevölkert. Philippa Janelli publiziert einen Artikel über die Fledermaus im Dorf in der ‚Balger Zitig‘.

HV – im Tratthof -Stefan Oehler stellt das Projekt ‚Renaturierung Binnenkanal beim Tratt‘ der Ortsgemeinde Balgach und der Rheinbauleitung vor. Bodenbedarf 35-40 a, Kosten ca. Fr. 150‘000. Balger Natur engagiert sich finanziell und arbeitsmässig für die Bepflanzung.
Sina Semadeni tritt aus dem Vorstand aus. Als Ersatz wird Thomas Manser einstimmig gewählt.
Wir beschliessen jährlich einen Preis für den schönsten, naturnahen Balger Garten zu verleihen.
Wir feiern 5 Jahre Balger Natur mit Speis und Trank und der ‚Musik Moos am Rugge‘

Ziel 2000 = das 100erste Mitglied mit einem Geschenk begrüssen. Es sind dies Ploni und Max Marqhuard.

Amphibienwanderung-Schutz an der Rietstrasse ist unbefriedigend. Wir wollen gemeinsam mit den Naturschutzvereinen Widnau und Diepoldsau eine bessere Lösung finden.

Höchstern: Ca 400 m2 Aushub der A13 deponiert. Er enthält seltene Pflanzen wie Sumpfwurz. Die Kosten trägt die Gemeinde. Öfter zeigt sich der Eisvogel und schnell hat die Gelbbauchunke den Deponieweiher besiedelt.

April 2000- Naturnahe Gestaltung der Frongarten-Umgebung (Arbeitseinsatz) gemeinsam mit Pfarreimitgliedern. Eine runde, gefreute Sache. Unser Einsatz wird von Richard Salvenmoser verdankt.

Mai 2000 – Wir stellen der Bevölkerung die Gestaltungsmassnahmen im Naturschutzgebiet Höchstern vor. Abschluss Umtrunk bei Gerber’s im Mooshof.

23.August: Einsprache gegen eine Änderung der Schutzverordnung aufgrund wirtschaftlicher Interessen und infolge Fällung der 50 jährigen Lindenallee am Leica Sportplatz. Sie wird abgelehnt und die Schutzverordnung geändert. Gemeinde hat vor neue Linden und andere Bäume entlang der Hauptstrasse zu pflanzen und unter Schutz zu stellen. Gemäss Pro Natura stehen unsere Chancen sehr schlecht, ein Weiterführen der Einsprache würde mind. Fr 2000 kosten. Wir wollen nun direkt mit der Grundstückbesitzerin Hümpeler AG Kontakt aufnehmen.

Mit dem ‚Grünen Tisch‘ laufen wir an 2 Nachmittagen die Balger Bäche ab. Massnahmen, v.a. Hochwasserschutz, werden geplant. Lehrer Manuel Sieber erklärt sich bereit den Eberliwiesbach zusammen mit seinen Schülern das ganze Jahr über zu pflegen.

HV– Vortrag ‚Unsere Reptilien‘ von Jürgen Kühnis, Vaduz und Marcel Tschofen
Wahlen: Jürg Wunderli und Rolf Neurauter treten aus dem Vorstand zurück. Marianne Hangartner und Hansjürg Schiesser werden einstimmig gewählt.

Erstmals aktiv mitgemacht am Weihnachtsmarkt in einem ‚nüechteligen‘ Keller auf der Steig.

Hümpeler AG verspricht, Linden nur zu fällen, wenn ein Parzellen-Käufer dies ausdrücklich verlangt. 7 Ersatzbäume sind gepflanzt. Momentan stehen die Linden noch.

März Bepflanzung Binnenkanal Renaturierung mit Hilfe Rheinbauleitung und Ortsgemeinde.
Madeleine Mathieu mit Hilfen schneidet und verflechtet Weiden am Schnegg. Diese Arbeit muss nun jedes Frühjahr gemacht werden. Unkenteich erfolgreich abgedichtet – es tummeln sich im Juni 40 Gelbbauchunken dort. Die Sandsteinhalde an der Deponie wird von Marcel Tschofen für den kantonalen Zauneidechsen-Wettbewerb angemeldet. Er mit Familie gestalteten ein sehr schönes Plakat und gewinnt einen Preis. Er vermacht diesen dem Verein nach Abzug der Unkosten.

Josef Zoller entdeckt im neu gestalteten hintern Teil der Höchstern zahlreiche Larven der seltenen Kamm- und Teichmolche. Spaziergänger entdecken Pirol, Wiedehopf und Eisvogel, sowie ein Dutzend Feldhasen in den Rossheuwiesen von Otto Nüesch. Bei beiden Eingängen stehen nun Informationstafeln und auf der Deponie ein Wildbienenhotel. Der Grüne Tisch hat zum Abschluss der Umgestaltungen ‚hohe Gäste‘ wie Regierungsrat Willi Haag auf den Schnegg zu einem Apéro eingeladen.

Amphibienwanderung Rietstrasse: Eingabe beim Kanton via Lebensraum-Hegegemeinschaft, damit dieser Amphibienzug im kantonalen Richtplan aufgeführt wird.

Per 1.1.2001 wird der Grüne Tisch aufgrund des guten Funktionierens definitiv eingesetzt.
2001 –Naturschutzgebiet Höchstern – die Umgestaltung der Deponie ist abgeschlossen bis auf kleinere Verbesserungen im Eingangsbereich. Die Pflegearbeiten sind ein wichtiger Teil im Jahresprogramm. Wir bieten einen Kurs zur Wildheckenpflege an.

Zur Kontaktpflege mit Einwohnern machen wir am Winzerfest mit einem Wagen ‚Urinsekt umschwärmt von Fledermäusen‘ mit und unterhalten einen Stand am Weihnachtsmarkt.

HV –Vortrag ‚Der Krebs, heimlich und einheimisch ?‘ durch Michael Kugler, Spezialist für den Krebs bei der Fischereiverwaltung des Kantons

Jahr der Bäche

Viele Überschwemmungskatastrophen in Europa im Sommer illustrieren die Notwendigkeit der Pflege und Renaturierung von Fliessgewässern. Eingedolte Bäche können bei schweren Regenfällen das Wasser nicht abführen.

Wir haben zusammen mit Stefan Spirig und seiner 6. Klasse am Wettbewerb ‚Sag mir wo das Wasser ist‘ zum Kantonsjubiläum 2003 teilgenommen. Hocherfreut durfte der Lehrer zusammen mit Tarzisius Köppel, der die Pläne zeichnete, im Naturmuseum St.Gallen einen Gutschein für einen stolzen Betrag entgegennehmen. Das Projekt sieht vor, entlang dem Rheintaler Höhenweg den Widenbach offen zu führen und zusammen mit der Hecke und den Hochstammobstbäumen eine wertvolle Landschaftskammer entstehen zu lassen.Das Geld kann nur bei Realisierung des Projekts eingelöst werden. Wir beginnen Verhandlungen mit der Landeigentümerin Werkheim Wyden.

Höchstern erleidet illegale Ablagerungen von Rasen- und Buchenschnittgut und ein Maisacker bis in die Pufferzone. Waldränder und Hecken sind von uns gestutzt worden. Die Eidechsenhalde ist bewohnt.
Projektgruppe unter Leitung von Jürg Sonderegger, Präsident NSV Diepoldsau, legt Projektantrag zur Amphibienwanderung dem Gemeinderat Diepoldsau vor. (Beteiligung NSV Widnau und BN) Beschluss fixe Barriere ab Frühjahr 2003.

Vernehmlassung Verkehrskonzept. Wir weisen erneut auf die grossen Nachteile für die Natur durch eine Entlastungsstrasse hin.

Der ‚Grüne Tisch‘ organisiert einen Kompostierkurs um die Unmengen an Grünabfuhr und deren Kosten einzudämmen. Auch aus ökologischen Gründen muss dies weiterverfolgt werden.

Die ‚Zukunft der Rebberge‘ wird uns in den nächsten Jahren beschäftigen. Heikle Umzonungspläne in Eberliwies. Absatzprobleme für Trauben und Wein. Die Reben gehören seit Jahrhunderten zum Dorf, eine Überbauung kann nicht rückgängig gemacht werden. Der Gemeinderat sieht keine Umzonungen in den nächsten 20-30 Jahren. Wie können wir Rebbauern unterstützen?

Preis für ‚naturnahen Garten‘ geht an die Familien Kamp und Grimm.

HV – Vortrag ‚Nachhaltige Nutzung von Tropenwald in Lateinamerika‘ Referent Andres Gut, ehemals Arzt und heute Verwaltungsratspräsident von ‚Precious Woods‘

Global denken, lokal handeln

Höchstern – Holzerei im Winter durch Werkheim Wyden mit Geri Wicki. Am Pflegetag erhält der Eingang seinen Finish – Gemeinde übernimmt Grossteil der Kosten.

Der ‚Grüne Tisch‘ wird leider aufgehoben, mangels Interesse, Doppelspurigkeiten, keine Landwirtschaftsthemen. Ansprechpartner für alle Umweltanliegen ist neu GR Beat Eichkorn. Wir bedauern den Wegfall dieser Diskussionsplattform. Die Kontrolle der landw.GaöL-Flächen, sowie Vertragsflächen geht an Werner Ritz.

Im Hinblick auf den 200.Geburtstag unseres Kantons und das ‚UNO Jahr des Wassers‘ haben wir, zusammen mit einer Schulklasse, die Offenlegung eines kurzen Abschnitts des Widenbachs angeregt und damit einen namhaften Preis gewonnen. Wir bitten alle, das Anliegen an der Gemeindeversammlung zu unterstützen.
Pflegetage Juni/Sept v.a. am Rietli an der Ländernach

Im Herbst: Pflege des Waldrand ob dem Schloss Grünenstein zus. mit Bewirtschafter Hans Krüsi.
Gemeinsam mit Hegegemeinschaft organisieren wir im Kino Madlen eine sehr gut besuchte Naturfilm Reihe. Der Überschuss wird an die Bruno Manser Stiftung überwiesen.

Taufe des Wydenbachs. Mit Tricks fliesst dann auch Wasser über die sieben Kaskaden.
Umzonung ‚Eberliwies‘ wurde vom Kanton abgelehnt.

HV – Biologe Michael Näf berichtet zum ‚Jahr des Wassers‘ über unsere Fische und ihre Ansprüche an ihren Lebensraum. Karl Oehler stellt den Fischereiverein Mittelrheintal vor und die Situation am Binnenkanal und Rietach. Anschliessend stiftet der Fischereiverein einen ‚Geräuchte Felchen‘-Imbiss.
Wahlen – Rücktritt von Präsident Thomas Oesch (er wird Beisitzer) und von Stefan Oehler. Gewählt werden Hansjörg Schiesser als Präsident, Marianne Hangartner als Aktuarin und neu im Vorstand Christian Gerber als Beisitzer

Der Preis für einen naturnahen Garten geht an Familie Schauwecker.

Marina Tschofen erhält grossen Applaus und wird mit Fr 3000 gesponsert für ihr Matura-Projekt: Bau Trockenmauer beim Werkhof, mit Einverständnis Ortsgemeinde, zur Förderung der Geburtshelferkröte.

10 Jahre Balger Natur

Hauptarbeitseinsätze – Höchstern: Wiesen mähen, Goldruten zurückdämmen, Wege auslichten, Brombeeren bekämpfen, Holzhäcksel verteilen, Fallholz wegräumen, etc. Die Frauengruppe um Madeleine Mathieu pflegt den viel besuchten Weidenschnegg. Dort feiern Jugendliche leider auch Parties und lassen viel Kericht zurück. Andere deponieren immer noch Rasen- und Heckenschnitt.

Stand am Weihnachtsmarkt erstmals mit Crêpes und Glühmost, mit oder ohne Fledermaussaft. Der Lösliverkauf bescherte 74 Besuchern einheimische Büsche. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Amphibienwanderung bereits Mitte Februar – bei der Hauptwanderung Mitte März bewährte sich die fixe Einrichtung zur Sperre er Rietstrasse. Viel Akzeptanz bei der Bevölkerung, nur vereinzelt umfahren Autofahrer die Sperren leider über den Radweg.

Ohne ‚Grüner Tisch‘ ist der Austausch mit den Behörden schwieriger. Dies erfordert grosse Aufmerksamkeit und zwingt uns in eine Protestkultur.

Sandsteinmauer beim Werkhof – die Eidechsenpopulation hat sich bereits verdoppelt
HV – im Bronco Saloon, mit Fondue vom grossen Kessel im Freien (Wetter verhindert dies) im Gang der Reithalle eine Fotoausstellung ‚10 Jahre Balger Natur‘

Wahlen: Marcel Tschofen tritt aus dem Vorstand zurück. Hermann Schachtler wird einstimmig in den Vorstand gewählt. Auch Beat Eichkorn – Bindeglied zum Gemeinderat – wird verabschiedet. Er hat unsere Interessen sehr gut vertreten und mit seiner Schulklasse Einsätze geleistet.

Jahr der Elemente

(Tsunami in Südostasien, Hurricans in USA, tausende km2 grosse Waldbrände in Spanien, Nasser Schweizer Sommer mit Überschwemmungen)

Erfolgreicher Stand wiederum am Weihnachtsmarkt mit Crêpes und Glühmost. Die Crêperie wird uns von Herr und Frau……………gratis zur Verfügung gestellt. Wir sind dankbar dafür.

Am vielbesuchten Baumschnittkurs von Werner Ritz regt Arnold Nüesch (spezialisiert auf alte Sorten wie Riegler und Jakober) die Schaffung eines Obstgartens in Balgach mit alten Obstsorten an. Die Teilnehmer zeigen Interesse.

Bei der eher späten Amphibienwanderung waren auffallend viele Kröten unterwegs. Viel Krötenlaich auch in Privatweihern. Die Sperre bewährt sich.

Anfang Juni beobachten wir die ca 30 Breitflügelfledermäuse in der evang. Kirche Diepoldsau, sowie ihren Ausflug. Bei einem Einfamilienhaus dann die Zwergfledermäuse. Wobei es Agnes gelang mit Netz ein Exemplar zu fangen. Das Rheintal beherbergt 20 Arten der 30 Fledermausarten der Schweiz.

Die üblichen Pflegetag in Höchstern, wobei nebst dem Vorstand einige Mitglieder regelmässig mithelfen. Aufruf an die Mitglieder ‚Helft aktiv mit, etwas für die Natur zu tun‘. Wir stellen Verstösse gegen die Schutzverordnung durch Bewirtschafter fest und mahnen die Gemeinde für ein Einhalten derselben besorgt zu sein. Wir schlagen ein gemeinsames Begehen alle zwei Jahre vor. Unser, und auch das Anliegen des OV Widnau ist die Vernetzung mit dem Gebiet Moosanger. Durch die jährliche Pflege im Naturschutzgebiet Höchstern als einem wesentlichen Teil unserer Vereinsaktivität freuen wir uns an der Entwicklung dieser früheren Abfalldeponie zu einem vielfältig belebten Naturschutzgebiet. Unserer Ansicht nach wäre es an der Zeit, eine zweite Etappe umzusetzen. Wir stellen deshalb Antrag an den Gemeinderat die Etappe II der Aufwertungs- und Gestaltungsmassnahmen ins Budget 2006 aufzunehmen.

HV – Vortrag Jagdwild in Balgach, Zukunft der Jagd im Mittelrheintal, Naturschutz und Jagd
Durch Urs Hutter, Obmann Jagdgesellschaft Balgach / Höchstern ist ein guter Lebensraum für Wildtiere, es werden dort v.a. Füchse gejagt. Rehe können dabei aufgescheucht werden /Rest. Weinstube serviert einen feinen Hirschpfefferteller

Bei der Umfrage ist das Thema angesprochen: ‚wie sieht es aus mit der Pflanzung von Hochstammobstbäumen ?‘ Das Werkheim Wyden hat an diversen Orten Bäume gepflanzt. Vorabklärungen laufen für einen Obstgarten unterhalb des Schlosses Grünenstein. Ein grosses Problem ist weiterhin der Feuerbrand.

Der Preis für einen naturnahen Garten geht an Familie Wambach, Mühlackerstrasse 19.

Wir verfügen nun über eine homepage: www.balger-natur.ch, gestaltet durch Hermann Schachtler.
Die Amphibienwanderung war dieses Jahr aufgrund des idealen Wanderwetters sehr kurz. Die letzte Session des Kantonsrats hat die Rietstrasse im Staatsstrassenplan von einer Gemeinde- in eine Kantonsstrasse 2. Klasse umgeteilt. Wir werden weiterhin für einen ungestörten Hochzeitszug bemüht sein.

Der Ausflug in die Gemeinde Trimmis führte uns vor Augen was möglich ist, wenn alle am selben Strick ziehen. Alte Hochstammobstgärten, viele hundert Meter neu aufgebaute Trockenmauern mit Hecken, Trockenmagerwiesen, eine offene, grosse Allmend mit Extensivwiesen bilden eine natürliche, kleinräumige Kulturlandschaft und Lebensraum für viele Tiere. Die Trimmiser wurden vom Fond Landschaft grosszügig unterstützt.

Beeindruckt sind wir an der Gartenexkursion vom Privatgarten der Familie Grimm, fast ein Naturpark, und die Ausführungen dazu.

Der Weihnachtsmarkt mit Crêpes und Glühmost, wie immer vor dem Brunnen auf der Steig, war ein voller Erfolg und verhilft zu vielen Kontakten mit der Bevölkerung.

HV – ‚Kennen Sie den roten Jakober, den Bernecker oder den Grünensteiner?‘ der Referent Arnold Nüesch, aufgew. In Berneck, stellt uns alte Apfel- und Birnensorten vor. Bereits die alten Ägypter kannten 3000 vCH Tafeläpfel. Die Römer verbreiteten diese in ihrem Riesenreich. Auch mit den Kreuzrittern kamen neue Sorten zu uns. Beispiel: Balger Reinette, entdeckt beim Ausheben eines Grabens, im Dorf vermehrt ursprünglich als Wilder Balger. Und viel Interessantes mehr. Anschliessend Gelegenheit alte Apfel- und Birnensorten zu probieren.

Umfrage: Vorschlag der kath. Kirchgemeinde für Grundstück oberhalb Kirche 3 Obstbäume zu schenken, evtl. auch der evangelischen für die Wiese unterhalb Kirchgemeindehaus. Werner Ritz erinnert, dass der richtige Standort Abklärungen benötigt, die Bäume dann gepflegt werden müssen. Grundsatz: Wer einen Baum will, pflanze zwei.

(Kein Jahresthema)

Amphibienwanderung – die Rietstrasse wurde gesperrt
An den Pflegetagen wurde rege mitgeholfen. Seit Frühjahr führen nun 2 Trockenmauern auf den Haupteingang der Höchstern hin. Die Trimmiser Naturschützer äusserten sich begeistert über dieses Naturschutzgebiet anlässlich ihres Gegenbesuchs.

Der Verein hilft mit bei der Pflanzung einer Hecke an der Gemeindegrenze zwischen Balgach und Rebstein durch die 2 Ortsgemeinden.

HV im Restaurant Weinstube – zum Dessert: eine wunderschöne Tonbildschau über die Vier Jahreszeiten in der Höchstern

Preisverleihung: Einsatz für mehr Natur geht dieses Jahr an Arthur Sonderegger. Er hat die Pacht um die Höchstern von Otto Nüesch übernommen und sich seither ausserordentlich engagiert, zB ein grosses Stück Blumenwiese eingesäht, die im Frühling wunderschön blühte.

Die wunderschöne homepage von Milly Hug wird erwähnt: www.naturseite.ch
Anregung eines MG die Bauern zu motivieren am Rande eines Ackers einen Blumenstreifen einzusähen. Wir nehmen dies gerne auf.

Der Streifen am Radweg nach Diepoldsau wurde dieses Jahr zu früh gemäht. Vorschlag, neue Mitarbeiter der Gemeinde sollten einen Kurs über naturnahe Pflege von Grünflächen besuchen wird von der anwesenden GR Petra Konrad weitergeleitet.

Weihnachtsmarkt – Crêpes und Glühmost – wie immer erfolgreich

Höchstern 4-Jahreszeiten

Amphibienwanderung – die Rietstrasse wurde gesperrt
An den Pflegetagen wurde rege mitgeholfen. Seit Frühjahr führen nun 2 Trockenmauern auf den Haupteingang der Höchstern hin. Die Trimmiser Naturschützer äusserten sich begeistert über dieses Naturschutzgebiet anlässlich ihres Gegenbesuchs.

Der Verein hilft mit bei der Pflanzung einer Hecke an der Gemeindegrenze zwischen Balgach und Rebstein durch die 2 Ortsgemeinden.

HV – zum Dessert: eine wunderschöne Tonbildschau über die Vier Jahreszeiten in der Höchstern
Preisverleihung: Einsatz für mehr Natur geht dieses Jahr an Arthur Sonderegger. Er hat die Pacht um die Höchstern von Otto Nüesch übernommen und sich seither ausserordentlich engagiert, zB ein grosses Stück Blumenwiese eingesäht, die im Frühling wunderschön blühte.

Die wunderschöne homepage von Milly Hug wird erwähnt: www.naturseite.ch

Anregung eines MG die Bauern zu motivieren am Rande eines Ackers einen Blumenstreifen einzusähen. Wir nehmen dies gerne auf.

Der Streifen am Radweg nach Diepoldsau wurde dieses Jahr zu früh gemäht. Vorschlag, neue Mitarbeiter der Gemeinde sollten einen Kurs über naturnahe Pflege von Grünflächen besuchen wird von der anwesenden GR Petra Konrad weitergeleitet.

Weihnachtsmarkt – Crêpes und Glühmost – wie immer erfolgreich

Jahresthema ‚Wald‘

Erfolgreicher Weihnachtsmarkt mit Crêpes und Glühmoscht / Heckensträucher können bestellt werden
Amphibienwanderung über lange Zeit – Geduldsprobe für die Autofahrer, doch wird die Sperrung der Rietstrasse vom Kanton befürwortet

Höchstern – Einige grosse Bäume werden fachgerecht entfernt für mehr Lichteinfall. Ausreissen von Knöterich und Goldruten, Erfolg im Rietli, dort sind praktisch keine mehr vorhanden. Das grosse Wildbienenhotel wurde 2x stark beschädigt. Trotz regelmässiger Kontrollgänge durch Gemeindeangestellte finden wir halt immer wieder Spuren sommerabendlicher Gelage.

Die Waldexkursion mit Kurt Moor war gut besucht, doch zu einer Übernachtung im Wald liessen sich keine Väter oder Mütter mit ihren Kindern locken.

HV – Projekt Grünenstein – Herr Lorenzo Custer (Eigentümer) informiert über die geplante kulturelle und ökologische Aufwertung des ganzen Anwesens. Für die Natur sind die Pflanzung von Hochstammobstbäumen,sowie der Bau von Trockenmauern geplant. Das ganze Projekt ist von kantonaler Bedeutung, deshalb sind schon Beiträge zugesichert.

Wahlen: Hansjörg Schiesser tritt aus dem Vorstand zurück. Er schlägt Thomas Riedener vor, der sich schon oft für den Verein einsetzte. Marianne Hangartner und Thomas Schmidheini haben sich bereit erklärt, das Präsidium gemeinsam zu übernehmen. Alle werden einstimmig gewählt.

Preisverleihung: Einsatz für mehr Natur geht an Marcel Tschofen. Während eineinhalb Jahren verbrachte er unzählige Arbeitsstunden, ja ganze Wochenenden in Unterterzen am Walensee. Wegen des Baus eines Ferienzentrums waren vor allem viele Reptilien gefährdet. In dieser Zeit siedelte er 689 Zauneidechsen sowie Blindschleichen und Gelbbauchunken an sichere Standorte um. Zudem erreichte er, dass das Seeufer ökologisch aufgewertet wurde.

(kein Jahresthema)
Weihnachtsmarkt mit Crêpes und Glühmost

Höchstern: Pflegetag im März, Juni, September

Amphibienwanderung Rietstrasse sehr schwach, ausgenommen Moosanger und Honglersmoosgraben. Sehr starke Wanderung an der Kapfstrasse Bereich oberer Weiher bis Werkhof

April: Einsähen einer Magerwiese beim Reservoir Boden, zusammen mit Anwohnern

Mai: Gespräch von drei Vorstands-MG mit Gemeindepräsident Ernst Metzler über Anliegen der BN. Diese Gespräche sollen nun regelmässig 2x pro Jahr stattfinden.

Juli: Arthur Sonderegger ist gestorben. Wir werden diesen ruhigen, freundlichen Menschen und seine pflichtbewusste Arbeit sehr vermissen.

HV im Bronco Saloon – Kulinarische Rheintaler Genüsse – zubereitet von Thomas Riedener und seinem Team
Wahlen: Anita Kuratle tritt als Revisorin zurück. Roland Spirig, Heimstrasse, wird als Ersatz einstimmig gewählt.

Statutenänderung: Das Wort Präsident wird durch Präsidium ersetzt. Zusätzlich werden die weiblichen Formen, wo nötig, ergänzt.

Antrag von Willi Gerber, dass ein Storchennest im Umfeld der Höchstern aufgestellt wird, wird insofern entsprochen, dass der Vorstand dies mit dem Storchenverein abspricht.
Antrag von Albin Kühnis: Mehr Bänke entlang Höchstern. Dies soll zusammen mit dem Projekt Lindenallee erfolgen.

Vorschlag Käthy Halter: Weg zum Pumpwerk der Melioration sperren. Thema wird aufgenommen an der jährlichen Höchsternkonferenz aller Anstösser und Nutzer.

(kein Jahresthema)
Weihnachtsmarkt mit Crêpes und Glühmost.

Amphibienwanderung, Sperrung Rietstrasse. Anwohner und Mitglieder sammeln im Gebiet Boden/Kapfstrasse die Tiere auf den Strassen ein und bringen sie zum Weiher beim Werkhof. Belohnung: viel Laich in den Waldweihern.

Höchstern: Drei Pflegetage sowie ein Halbtag Weideschneiden. Bekämpfung der Neophyten. Das Ortsgemeinderiet wird versuchsweise schon im Juni gemäht. Wir hoffen damit die Goldruten zu dezimieren.
Der erstmalige Kurs ‚Kulinarisches aus unserem Lebensraum‘ mit Thomas Riedener und Monika Sager begeistert. Wildpflanzen- und -blumensalat mit Lindenknospen, Bärlauchpesto, Wildkräuterbutter, usw.
Die Fledermäuse verliessen 2 Tage vor Exkursion ihr Sommerquartier an der Firma von Tobias Schmidheini. So musste er umdisponieren und die Fledermäuse von Diepoldsau besuchen.
Madeleine Mathieu führte im Sommer die Schulklasse von Ernst Nüesch durch die Höchstern. Die Kinder waren sehr aufmerksam und wissbegierig.

Die Arbeiten rundums Schloss Grünenstein machen Fortschritte. Im November 2010 wurden unterhalb des Schlosses Hochstamm-Obstbäume zusammen mit Balger Natur gepflanzt. BN übernimmt während 5 Jahren die Kosten für die Pflege. Diesen Herbst sponsern und setzen wir viele typische Rebberg-Zwiebelpflanzen wie Wildtulpen und Traubenhyazinthen.

Schon im ersten Jahr nimmt ein Storchenpaar die Nisthilfe zwischen Reitstall und Höchstern in Beschlag und zieht zwei Junge auf.

BN beteiligte sich an der Vernehmlassung des Leitbild 2025 der politischen Gemeinde. Wir hätten uns gewünscht, dass etwas mehr von unseren Vorschlägen in der Endfassung auftaucht. Tobias Schmidheini verfasste einen Antrag zum Teilzonenplan Sinkern mit dem Anliegen, den Eberliwiesbach teilweise offen zu legen und die bestehenden Feldgehölze stehen zu lassen und in die Überbauung zu integrieren.
In einem Brief an das kant. Strasseninspektorat drücken wir das Befremden über das frühe Mähen des Grünstreifens am Radweg Rietstrasse aus. Es wird uns versprochen vor Mitte Juni jeweils nur noch sicherheitsrelevante Bereiche zu mähen.

Übers Jahr führen wir zwei Gespräche mit Ernst Metzler, Gemeindeammann.
HV:Vinorama Balgach. Kellermeister Res Müller erzählt Geschichten und Merkwürdiges zum Weinbau in Balgach und macht Aussagen zu den Perspektiven.
Wahlen: Madeleine Mathieu tritt als Kassierin zurück, bleibt im Vorstand als Beisitzerin. Julia Ritz wird einstimmig zur neuen Kassierin gewählt.

Den Naturgartenpreis erhalten Irene und Urs Lüchinger, Gemeindestrasse, sowie Heidi und Hans Krüsi vom Bauernhof in der Weihersegg für ihren Einsatz für Mager- und Blumenwiesen.
Milly Hug zeigt anhand gestochen scharfer Dias, die sie mit ihrem altehrwürdigen Makroobjekt geschossen hat, Blüten, Käfer, Schmetterlinge und vieles mehr aus den Reben. Die Aufnahmen zeugen von ihrem breiten Wissen und von viel Liebe zur Natur ‚in Räaba‘.

(kein Jahresthema)
Am Weihnachtsmarkt servierten wir diesmal Risotto und Glühmost.

Im Rebberg unterhalb Schloss Grünenstein erfreuten uns im Frühling die gelben Wildtulpen, die Traubenhyazinthen, der Milchstern und Wildlauch.
Bekämpfung der Luzernepfahlwurzeln in der Wiese beim Reservoir Boden.
Sperrung der Rietstrasse während der sehr schwachen Amphibienwanderung. Viele Erdkröten waren im Gebiet Boden unterwegs.

Drei Arbeitstage im Gebiet Höchstern. Die Kantiklasse der Lehrerin Cornelia Bally half mit und riss einen Tag lang Goldruten grub Bärenklau aus. Die Schüler haben die Abwechslung von der üblichen Kopfarbeit genossen.

Im März durften wir an der Strasse zur Höchstern fünf Linden und in der angrenzenden Wiese acht Hochstamm-Obstbäume pflanzen, sowie Sträucher neben dem Wildbienenhaus.
Der zweite Kochkurs ‚Kulinarisches aus unserem Lebensraum‘ von Thomas Riedener wurde viel besucht. Viele Blumen sind nicht nur schön, sie schmecken auch gut.

Thomas Oesch führt eine ansehnliche Gruppe durch den Sorten-Rebberg beim Schloss Grünenstein. Am Fuss und auf der Krone der grossen, neuen Trockenmauer blühen auffallend viele verschiedene Blumen. Schmetterlinge und Zauneidechsen, überhaupt eine grosse Artenvielfalt hat sich in diesem neugeschaffenen Biotop eingestellt.

Die Schutzverordnung 1995 wird von der Gemeinde überarbeitet. Wir wurden zur Stellungnahme eingeladen. Wir schlugen vor, zusätzlich vier weitere Objekte aufzunehmen: 2 Magerwiesen westlich des Schlosses Grünenstein, den Kiesfang an der Länglerstrasse (Nähe Pfadiheim – Glögglifrosch !), von den Ortsgemeinden Balgach und Rebstein gepflanzte Hecke an der Ortsgrenze. Die ersten drei Objekte sollen nun geschützt werden.

Von der Gemeinde erhielten wir den 2. Preis Benevol (Fr 500) zugesprochen.
Ein langjähriger Sponsor von BN ermöglicht uns professionelle Medienarbeit zusammen mit der Journalistin Jolanda Spirig. Ein erster Artikel über die Bekämpfung des Feinstrahls (Berufskraut) erscheint im Rheintaler.

BN ist dem Verein Lebensraum Rheintal angeschlossen, Dachorganisation der Bereiche Naturschutz, Forst, Jagd,Fischerei. Thomas Oesch arbeitete viele Jahre im Vorstand mit und wird nun durch Reto Naef abgelöst. Momentan ist der Verein sehr aktiv im Projekt Rhesi, www.rhesi.org, www.lebensraum-rheintal.ch. Es finden jeweils anfangs Juni sehr informative Feldveranstaltungen statt.

HV: im Bronco Saloon. Solitärbienen und – wespen. Bebilderter Vortrag von André Mégroz, St.Gallen und Angebot Wildbienenhäuschen, hergestellt vom Werkheim Wyden
Madeleine Mathieu tritt nach 18 Jahren aus dem Vorstand aus und ihre grosse Arbeit wird mit einem bunten Korb voller Geschenke und grossem Applaus verdankt.

Der Verein hat 123 Mitglieder.
Die neuen Statuten liegen vor, der Kompetenzbereich des Vorstands, ausserhalb Budget, wird neu auf Fr 3000 begrenzt. Einstimmige Genehmigung.

Reto Naef informiert über die Gründung der Solargenossenschaft Rheintal. Milly Hug hat bei der SBB interveniert gegen zu krassen Heckenschnitt entlang der Bahnlinie im Gillen. In Zukunft wird ein Streifen entlang der Bahnlinie stehen gelassen.
Der Sponsor übernimmt auch dieses Jahr die Kosten der Berichterstattung durch Jolanda Spirig.

Weihnachtsmarkt wieder mit Crêpes und Glühmost. Risotto war weniger gefragt.

Januar Exkursion zum renaturierten Ufer des Binnenkanals beim Tratt. Es haben sich im Lauf des Jahres Biber angesiedelt und einige der jungen Bäume benagt. Mirko Calderara erzählt der grossen Schar Kinder und Erwachsenen viel Interessantes über dieses Nagetier.
Amphibienwanderung setzt sehr spät ein und leider zusammen mit dem ersten Güllen. Nächtliche Freizeitaktivitäten im Wald dezimieren viele Tiere. Wir beobachten und werden eventuell versuchen, auch diese Strasse an den Wandertagen zu sperren.

Höchstern. Drei Pflegetage. Im Winter wird auf der Deponie eine Mulde ausgebaggert. Im März verlegen wir Vliess und Folie und decken diese mit 10 cm Kies. Bald fanden sich die erhofften Gelbbauchunken ein und im Sommer belebten ca 100 ihrer Kaulquappen den Teich. Im Sommer leisten die Klassen von Beat Eichkorn, Marcel Tschofen, Cornelia Bally einen sehr geschätzten Einsatz.

Im Mai besuchte uns eine Gruppe des NSV St.Gallen. Thomas Oesch führte sie vom Bahnhof Heerbrugg durch die Rebberge zu einem Kaffee im Restaurant Sonnegg. Bei ihrem Wildbienenhotel informierte Milly Hug über Reben und Insekten. Im Wolfsbachtobel las Yvonne Oesch die Sage der ‚Turnierritter‘ von Sina Semadeni vor. Es folgte der Schlosspark Grünenstein. Thomas informierte über das Schloss und die Aufwertungen. Besuch der Trockenmauer mit den prächtig blühenden Blumen. Zmittag im Bronco Saloon. Besuch der Höchstern. Es fand ein aufschlussreicher Austausch mit den St.Gallern statt.

Ende Mai war das Höchsterngebiet überschwemmt. Die Absenkung des Ländernaachdamms hat sich bewährt. Allerdings wurde auch viel Humus eingeschwemmt und wir befürchten, dass die Goldruten dadurch stark gefördert werden.

Je ein Gespräch mit Ernst Metzler und der neuen Gemeindepräsidentin Silvia Troxler. Sie begleitete uns bei strömendem Regen zum Buggler, wo wir unsere neuen Vorhaben vorstellten.
HV: Aktuelles über den Glögglifrosch (Geburtshelferkröte), Pro Natura’s Tier des Jahres – Bebilderter Vortrag durch Jonas Barandun, Amphibienkenner – im Rest. Sonnegg

Wir budgetieren 10‘000 Fr für Glögglifrosch-Fördermassnahmen. Die schönen Werbekarten des Vereins sollen weiterhin verwendet werden.
Wahlen: Thomas Oesch tritt als Aktuar zurück, bleibt jedoch weiterhin im Vorstand. Margrith Hasler wird als Ersatz einstimmig gewählt.

Willy Gerber berichtet, dass Bruno Sonderegger grosses Lob gebührt. Er suchte vor dem Mähen stundenlang 2 Rehkitze in der Höchsternwiese und brachte sie in Sicherheit. Thomas Oesch informiert, dass im Buggler am Schlossbach Mitte November geholzt, gebaggert und am Waldrand die Brombeeren abgekratzt werden. Milly Hug erwähnt die ausgesetzten Goldfische in den Waldweihern, die heimische Arten dezimieren.

Jahresthema ‚Glögglifrosch‘ (Geburtshelferkröte)
Erfolgreicher Weihnachtsmarkt mit Crêpes und Glühmost. Unsere schöne Theke war irrtümlich verheizt worden, ein Schreck. Grosszügige Unterstützung bescherte uns beizeiten einen Ersatz.
Nur wenige Amphibien überquerten die Rietstrasse. Am Berg hält sich ein stabiler Bestand an Grasfröschen und Erdkröten.

Pflegetag März beim Schloss Grünenstein und im Buggler. Für die Einsaat der Blumenwiese beim Bienenhaus mussten viele Himbeeren ausgerissen, der Boden gelockert, Steine entfernt werden. Wir pflanzten auch einige Sträucher auf Wunsch der Imkerin Heide Rohner. Im Buggler erstellen wir eine Wasserleitung vom Bach zum neuen Weiher, dessen Sole nicht abgedichtet ist. Pflegetage im Juni und September wie gewohnt in der Höchstern.

Die Störche ziehen dieses Jahr 4 Junge auf.

‚Kulinarisches aus der Natur/ Fingerfood‘ war wieder ein erfolgreicher, gut besuchter Anlass von Thomas Riedener.
Gegenbesuch beim NSV St.Gallen. Wir staunen über die Naturraritäten mitten in Stadt, Verkehr und Militärgebiet. Siehe Bericht unter Presse.

Zwei Gespräche mit Gemeindepräsidentin Silvia Troxler insbesondere über Grünflächen, die von der Gemeinde gepflegt werden. Leider zu früher Schnitt, Schnitt wird nicht abgeführt, schon oft von uns bemängelt.

Zur 100sten Vorstandssitzung in 20 Jahren BN laden wir alle ehemaligen Vorstandsmitglieder ein zu einem geselligen Beisammensein bei Schmidheinis. Wir werden aufs köstlichste bewirtet und Thomas Oesch beamt viel Vergangenes aus dem Vereinsleben als Rätsel an die Wand.

HV: Wissenswertes über Nüsse und Nussbäume. Hans Oppliger, Präsident Verein Nussdorf Frümsen informiert. Im Bronco Saloon.
Mitgliederzahl 134.

Wahlen: Thomas Manser tritt nach 15 Jahren aus dem Vorstand aus. Er setzte sich v.a. für die Organisation des Weihnachtsmarktes ein. Er erhält eine Werkzeugbox als Dank und Ersatz für die beim Hausbrand zerstörten Werkzeuge und grossen Applaus. Judith Schwerzmann, Oberstufenlehrerin, stellt sich vor und wird einstimmig gewählt. Sie übernimmt die Organisation des Weihnachtsmarktes.

Jahresthema: Nussbäume

Weidenschnägg: Mitarbeitende der Organisation Mensch-Natur, Herisau, schnitten die Weiden. Wir mussten nur noch die Lücken mit Stecklingen und Geflecht ausbessern.

Abdichten Bugglerweiher: 2 m3 Lehm wurden von einer wetterfesten Schar Erwachsene und Kinder festgestampft. Entdeckt haben wir junge Feuersalamander und Bergmolchlarven. Der Glögglifrosch lässt noch auf sich warten. Die Abdichtung hält, der Weiher hat immer Wasser.
Als Amphibienschutz wurde wiederum die Rietstrasse gesperrt und am Bühl eine Vorsicht-Tafel aufgestellt. Sehr dezimierte Bestände im Riet, noch grosse am Berg.

Die Exkursion ‚Vielfalt am Waldrand‘ konnte aufgrund des sehr schlechten Wetters nicht durchgeführt werden und wird auf 2016 verschoben.

Erfolgreich war Thomas Riedeners Anlass ‚Hirnnahrung‘ in Keller und Garten des Restaurant Rössli. Diese kulinarischen Genüsse werden zur Tradition im Vereinsjahr.

Gut 50 Interessierte, Väter mit Kindern, besuchten den Anlass zum Thema ‚Biber‘. Eine Vertreterin von WWF brachte den Kindern sehr anschaulich den Biber und sein Leben näher. Grillen, Biberburg bauen, Biberbilder malen, Bibergeschichten, Traktorfahren. Ein erfreulicher Anlass.

Besuch im Nussdorf Frümsen. Mit Hans Oppliger wanderten wir von Sennwald nach Frümsen und erhielten unterwegs viele Informationen über Sorten, Anbau, Geschichte. Beim Staatswingert wurden wir mit lokalen Spezialitäten und einem feinen Wein verwöhnt.

2 Pflege-Halbtage in Höchstern.

2 Gespräche mit Silvia Troxler, Gemeindepräsidentin. Sehr erfreulich. Acht Wiesen und Rabatten werden künftig nicht vor Mitte Juni geschnitten. Das Schnittgut wird abgeführt. Wir freuen uns auf blühende Magerwiesen.

21. HV bei Familie Ritz im Eichof. Anwesend 31 MG und 4 Gäste. Vortrag zum Thema ‚Neues Beitragssystem LQB‘ durch Frau Dr.Nicole Inauen, Biologin, Landwirtsch.Schule, Flawil: Die Landwirtschaft trägt mit ihrer Vielfalt an Bewirtschaftungsformen und der Pflege der prägenden natürlichen Strukturen massgeblich zum landschaftlichen Reichtum des Rheintals bei. Jakob Ritz referiert über seine Erfahrungen damit.

Wahlen: Hermann Schachtler ist im Mai infolge Wegzug aus dem Vorstand und Verein ausgetreten. Philipp Buschor wird einstimmig als Ersatz gewählt. Julia Ritz gibt das Kassieramt ab. Dieses wird ausgelagert an Lydia Rüesch. Der Verein hat 121 Mitglieder. Die Auszeichnung für Biodiversität geht an die Gemeindeangestellten Ivo Kobler, Pius Frank, Thomas Helfenstein in Form je eines Warenkorbs vom Eichhof.

Die neue Homepage balger-natur.ch ist in Funktion und wird von Margrith Hasler vorgestellt.
Am Weihnachtsmarkt erzielten wir wieder ein sehr gutes Ergebnis mit dem Verkauf von Crêpes und Glühmost. Es war kühl aber ohne Niederschlag. Viele Helfer unterstützten Judith. Der Siedhafen präsentierte sich hinter Gittern und mit einem hohen Abzugsrohr, um den Vorgaben des Feuerschutzes Rechnung zu tragen.

Jahresthema: Biodiversität

Am Weihnachtsmarkt 2015 erzielten wir wieder ein ausgezeichnetes Ergebnis, trotz kleinerer Auswahl an Saucen. Der ‚Weidenzaun‘ um den Glühmostsiedhafen störte nicht.

Die Amphibienwanderung im Riet und am Berg war wiederum sehr schwach. Früh zogen die ersten Frösche und Kröten los, dann erfolgte ein Kälteeinbruch, dadurch erstreckte sich die Wanderung über lange Zeit. Dies bedeutete für die Helfer einen grossen Zeitaufwand bei der abendlichen Sperre der Rietstrasse. Die Absperrung wird von Autofahrern oft auch über den Radweg umfahren.

An 3 Pflegehalbtagen wurden in Höchstern der Weidenschnegg mit Stecklingen ausgebessert, Mauern gejätet, Neophyten und Brombeeren bekämpft. Die Weiden wurden wiederum durch Mensch-Natur, Herisau, geschnitten und für Körbe verwendet. Hansjörg Schiesser hat die durch Vandalen zerstörte Mauer beim Südeingang Höchstern ausgebessert und zum Teil neu aufgebaut. Cornelia Bally leistete mit ihrer Kantiklasse an 2 Tagen Neophytenbekämpfung in Höchstern und am Waldrand. Bei beiden bedanken wir uns ganz herzlich.

Die Kantonsschulklasse von Cornelia Bally bekämpfte an 2 Tagen die Neophyten/Brombeeren in Höchstern und mit dem Förster Kirschloorbeer und Sommerflieder am Waldrand.
Christa Köppel, Gemeindepräsidentin, Widnau, ist einverstanden die Ländernach-Uferzonen auch auf Widnauerboden weiterzuführen. Urwald ist erwünscht.

Silvia Troxler, Gemeindepräsidentin, Balgach, lehnt unseren Vorschlag zur erneuten Gründung einer Umweltkommission ab.

Die Glögglifrosch-Fördermassnahmen sind fast abgeschlossen und belasten unsere Rechnung aufgrund der öffentlichen Beiträge weit weniger als budgetiert. Die Weiher im Wolkenberg und Nähe Pfadiheim wurden ausgebaggert und teils vergrössert. Beim Pfadiheim erstellte eine Mitarbeiterin von Wyden eine Trockenmauer mit Abständen als Unterschlupf für die Kröte. Im Wolkenberg, beim Werkhof und im Wolfsbachtobel wurde der Wald ausgelichtet um günstige Bedingungen zu schaffen. Die letzten Arbeiten am Weiher des Wydenbachs werden diesen Winter noch ausgeführt. Ob all die Aufwertungen zu einer Zunahme der Population führen, wird wahrscheinlich erst in einigen Jahren sichtbar sein.

An der Waldrandbegehung mit Fredy Kuster, Förster, zwischen Schloss Grünenstein und Rebstein können wir 43 Strauch- und Baumarten bestimmen (siehe Projekte-Schloss Grünenstein-Biodiversität Waldrand), auch den seltenen Faulbaum. Er führt uns die Vielfalt eines weichen Waldrands vor Augen, ebenso die Kargheit eines harten.

Die Abendführung in Altstätten durch Meinrad Gschwend zeigte auch die Probleme des Naturschutz im Städtli. Einige botanische Besonderheiten und deren Geschichte, sowie unbekannte Wege durchs Städtli, Einsichten in Gärten und Anlagen erfreuten uns auf dem Weg. Sehr schön die mächtige, ca 500jährige Eiche und die Magerwiesen und Hecken in ihrer Nähe.

Die Führung durch Sergio Swellenzohn (Vogelschutz Landquart), durch die Mastrilser Rheinauen zeigte eindrücklich die Vielfalt an Fauna und Flora, die Landschaftsgestaltung durch den Fluss, die Qualitäten eines solchen Naherholungsgebiets für den Menschen. Flussregenpfeifer, Eisvogel, Zwergspecht, usw, brüten hier. In einem Quellteich lebt der seltene Strömer. Die immer 15°Quelle wurde schon im Mittelalter benutzt. Auch Hirsch und Wolf besuchen hin und wieder diesen Auenurwald. Wir finden auch den sehr seltenen Zwergrohrkolben. Das Gebiet steht heute nicht unter Naturschutz und viele Familien benutzen es als Naherholungsgebiet zum Wandern, Sammeln, Bräteln und Spielen auf den Sand- und Kiesbänken.

Die Gründung einer Jugendgruppe, Leiter Philipp Buschor, wird angeregt und in die Wege geleitet. Wir nehmen unter dem Motto ‚Die Kinder von heute sind die Naturschützer von morgen‘ teil am Wettbewerb 150 Jahre KB SG, leider ohne Erfolg. Zweck der Gruppe ist auch mit jungen Eltern in Kontakt zu kommen. Die Gruppe soll auch gemeinschaftliche Anlässe mit ‚Gruppe junger Mütter‘ und ‚Pfadi‘ pflegen, an den Pflegeeinsätzen teilnehmen, sowie Infos über und Ausflüge in die Natur erhalten. Am Pflegetag vom 27. August nahm erstmals eine kleine Schar Kinder mit Begeisterung teil, ebenso sehr interessiert am Ausflug in die Mastrilser Rheinauen.

Der Vorstand behandelte die laufenden Geschäfte an 4 Sitzungen.

22.HV im Restaurant Weinstube. 21 Mitglieder, 2 Gäste. Referat ‚Werbung und Wirklichkeit im Biolandbau‘ durch Frau Barbara Oppliger, Fachfrau für Biolandbau und Biodiversität am Landwirtschaftl.Zentrum in Salez. Unterschiede von Bioknospe, Käfer-Signet, Demeter-Produkten – Vorschriften für die angeschlossenen Bauern. Bioideal wäre ein geschlossener Kreislauf auf dem Hof.

Jahresthema: BIO

Weihnachtsmarkt 2016 wiederum sehr erfolgreich, Wetter sehr angenehm. Christian will nächstesmal Verantwortung/Kompetenzen aufteilen.
Am Höchstern-Pflegetag vom März half erstmals eine Gruppe der Raiffeisenbank Mittelrheintal sehr tatkräftig mit.

Das Postbüro Balgach wird Ende April geschlossen. Unsere Post wird nun an Marianne Hangartner weitergeleitet.

Amphibienwanderung sehr spärlich an der Rietstrasse. Sperrung muss sehr früh geöffnet werden wegen Milchwagen. Problem auch das gleichzeitige Güllen im Regenwetter. Anhebung Rietstrasse geplant, wir bestehen auf Amphibiendurchgängen.

Das gemeinsame Schreiben von uns und Naturschutz Alta Rhy, Diepoldsau, betreffend Biodiversität am Radstreifen hatte eine Besichtigung mit Herr Titus Tobler vom Strasseninspektorat zur Folge. Leider wird weiterhin das Schnittgut liegen gelassen. Die Pflege darf nicht viel kosten. Verhandlung mit der Gemeinde, dass diese den Grünstreifen bis zur Ländernach-Brücke extensiv pflegt. Hochwasserschutz: Ab Binnenkanal Richtung Diepoldsau wird die Strasse über 200 m um 80-100 cm als Test erhöht. Wir verlangen Amphibiendurchgänge. Oeplan bemüht sich um Magerwiese-Ansaat am nordseits entstehenden Damm. Die Testphase dauert 2 Jahre.

Alle an Geri Wicki, Werkheim Wyden, übergebenen Pflegearbeiten wurden zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt. Auch ‚seine‘ Blumenwiesen sind extrem schön und artenreich.
Der Kinderanlass mit Klub Junger Mütter war gut besucht (30 Kinder/27 Erwachsene). Aus Bausätzen von Chläus Egli’s Wohngruppe wurden Gartenrotschwanz-Kästen gebaut. Frau J. Rodighiero besuchte mit den Kindern den Wald um Vogelstimmen zu hören/bestimmen. Tobias Schmidheini beobachtete mit ihnen Insekten, Schnecken, Feuersalamander.

An zwei Abenden und einem Morgen fand unser öffentlicher Ornithologiekurs statt. Der Referent Erich Widmer aus St.Gallenkappel (Ornithologe, Jäger, Ranger, Falkner, Tierpräparator) faszinierte die 30 Anwesenden mit viel Fachwissen und Humor. V.a. die bei uns schon gesichteten Vögel wurden vorgestellt.
Die Abholzung des Leica-Waldes für ein Parkhaus der Polymeca wird erwähnt. Für diesen Auenwald muss rechtlich zuerst ein Ersatz geschaffen werden. Viele Organisationen sind an den Verhandlungen beteiligt. Wir verfolgen das Vorgehen aufmerksam.