Fledermäuse

Im Sommer 2016 haben wir an zwei Anlässen mittels Echolot mehrmals die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) und einmal die Weissrandfledermaus (Pipistrellus kuhlii) in Balgach nachgewiesen.
Bitte melde uns Vorkommen oder Beobachtungen in Deiner Umgebung.
Herzlichen Dank !
Viele Infos und Fotos auf: www.naturinfo.ch

Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus). Foto René Güttinger, rgblick.ch

Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus).
Foto René Güttinger, rgblick.ch

Zwergfledermaus

Merkmale
4,5 cm Kopfrumpflänge; 25 cm Flügelspannweite; 3–7 g Normalgewicht; kleine rötlichbraun gefärbte Fledermaus mit dreieckigen Ohren; Unterseite gelbbraun bis graubraun. Weitere Informationen unter www.fledermausschutz.ch
Fledermauskarte_Zwergfledermaus
Lebensweise und Lebensraum
Die Zwergfledermaus ist äusserst anpassungsfähig. Sie bewohnt von Innenstädten bis in ländliche Gebieten enorm viele Lebensräume. Bevorzugt jedoch Wälder und Gewässer. Typische Quartiere befinden sich hinter Holzverkleidungen, Eternit-Verschalungen und Blech-Verwahrungen.
Verbreitung
Sie bewohnt grosse Teile Europas inklusive Südskandinavien. Ausserhalb Europas gibt es Vorkommen in Nordwest-Afrika, Kleinasien, dem Mittleren Osten ostwärts bis Iran und Afghanistan.
Regionale Vorkommen
Die Zwergfledermaus ist unsere häufigste Fledermaus und bewohnt alle Gebiete unterhalb 1000 m ü. M.
Status und Schutz
Nicht gefährdet. Die Tiere sind aber genau wie alle anderen Fledermausarten geschützt. Die Tiere dürfen nicht getötet oder aus ihrem Quartier vertrieben werden. In allen Regionen der Schweiz steht ein Beratungsdienst zur Verfügung.

Weissrandfledermaus Foto: René Güttinger, rgblick.ch

Weissrandfledermaus
Foto: René Güttinger, rgblick.ch

Weißrandfledermaus

Merkmale
Flügelspannweite 21–22 cm; Namensgebend ist ein weisser Randes am Hinterrand der Armflughaut. Weitere Informationen unter www.fledermausschutz.ch
Fledermauskarte_Weissrandfledermaus
Lebensweise und Lebensraum
Die Weissrandfledermaus bevorzugt vermutlich als Kulturfolgerin Ortschaften und andere menschliche Siedlungen als Lebensraum. Ihre Wochenstuben finden sich in Spalten an und in Gebäuden. Tagsüber bleibt sie in ihrem Versteck, das sich oft in einer engen Spalte an einem Gebäude befindet. Den Winter verbringt sie in Felsspalten, Höhlen oder Stollen. Sie ernährt sich von Fluginsekten, die sie oft in Gewässernähe zu erbeuten versucht.
Verbreitung
Das Hauptverbreitungsgebiet in Europa liegt im Süden. Die Weissrandfledermaus scheint aber in den letzten Jahren nach Norden vorzudringen. Es ist davon auszugehen, dass die Art künftig häufiger bei uns anzutreffen ist.
Regionale Vorkommen
Aus der Region ist nur ein einziger Freifunde aus Rorschach bekannt.
Status und Schutz
Potentiell gefährdet. Über die regionale Gefährdung lässt sich nichts sagen.

Nachgewiesene Fledermausarten im St. Galler Rheintal

Zwergfledermaus- Pipistrellus pipistrellus
Rauhautfledermaus- Pipistrellus nathusii
Weissrandfledermaus- Pipistrellus kuhlii
Mückenfledermaus- Pipistrellus pygmaeus
Kleiner Abendsegler- Nyctalus leisleri
Grosser Abendsegler- Nyctalus noctula
Nordfledermaus- Eptesicus nilssonii
Breitflügelfledermaus- Eptesicus serotinus
Zweifarbenfledermaus- Vespertilio murinus
Mopsfledermaus- Barbastella barbastellus
Braunes Langohr- Plecotus auritus
Alpenlangohr- Plecotus macrobullaris
Grosse Hufeisennase- Rhinolophus ferrumequinum
Bartfledermaus- Myotis mystacinus
Fransenfledermaus- Myotis nattereri
Bechsteinfledermaus- Myotis bechsteinii
Kleines Mausohr- Myotis blythii
Grosses Mausohr- Myotis myotis
Wasserfledermaus- Myotis daubentonii