Ganz im Zeichen der Biodiversität!
NEOPHYTENBEKÄMPFUNG - BERUFKRAUT
NEOPHYTEN-BEKÄMPFUNG - BERUFKRAUT
SA, 12.08.2023

In den Balger Rebhängen konnte in den letzten Jahren zugeschaut werden, wie sich das Einjährige Berufkraut ständig ausbreitet. Diese Pflanze wurde vom Nordamerikanischen Kontinent eingeschleppt und wird wegen seiner aggressiven Verbreitung als invasiver Neophyt bezeichnet. Sie verdrängt einheimische Arten. Da die Pflanze für unsere Insekten kein Futter darstellt, trägt sie auch zum Rückgang der Insekten bei.
Sicher habt ihr bemerkt, dass vor allem die Hänge ab ca. Juni mit einer weiss blühenden Pflanze, ca. 60cm hoch, übersät sind. Ideal ist es, wenn die Pflanze vor dem Blühen mit der Wurzel ausgerissen bzw. ausgestochen wird. Der Verein Balger Natur hat im November 2021 anlässlich einer Sitzung zusammen mit Vertretern des Rebbaus und der politischen Gemeinde beschlossen, die Ausbreitung einzudämmen. Dies soll vorerst für ca. drei Jahre gemacht werden und danach wird Bilanz über Erfolg / Misserfolg gezogen. Mit der Bekämpfung stehen wir nicht allein da. Zahlreiche Gemeinden in der Schweiz, auch im Rheintal, machen dies. Damit die Bekämpfung effektiv ist und sich nachhaltig lohnt, wurden vier Samstagmorgen im Mai, Juni, Juli und August fixiert.
Vereine und Personen, welche körperlich fit und geländegängig sind, sind herzlich eingeladen diese Aktion zu unterstützen. Die politische Gemeinde unterstützt die Aktion finanziell, indem Mitglieder irgendeines Vereins pro Person/Halbtag CHF 32.- in die jeweilige Vereinskasse erhalten. Wir bitten Interessierte um rasche Rückmeldung. Bei Fragen steht Ihnen Tobias Schmidheini gerne zur Verfügung (
RICHTIGE ENTFERNUNG
In den privaten Gärten gilt natürlich das gleiche: Konsequent von Mai - September dranbleiben für mindestens drei Jahre.
RÜCKBLICK 2022
Wir sind hocherfreut, waren doch während diesen vier Tagen 185 motivierte Helfer aus 12 Vereinen im Einsatz. Ein herzliches Dankeschön hierfür. Gleichzeitig sind wir uns aber sehr wohl bewusst, dass eine nachhaltige Wirkung erst in drei bis vier Jahren «sichtbar» sein wird. Die Samen befinden sich in der Erde und es braucht viel Geduld und Motivation, dran zu bleiben und nicht gleich den Kopf nach dem ersten Jahr in den Sand zu stecken.
