BALGER BIODIVERSITÄT

NATURNAH GESTALTEN

Es wird immer mehr gebaut und wir verlieren natürliche Lebensräume. Jedoch bedeutet das nicht, dass wir bei einem Neu- oder Umbau, nicht biodiverse Flächen für die Umwelt bereitstellen können. Ein umweltfreundlicher Garten ist weniger aufwendig, als ein steriler Ziergarten. Gesund und natürlich leben, funktioniert dann, wenn wir respektvoll mit unserer Natur und unsere Umwelt umgehen.
Was früher «normal» war, wird heute irrtümlicherweise als «Unordnung» abgestempelt. Tote Gärten, in denen sich kein Lebewesen wohlfühlt und alles kahl und steril ist, sieht man leider zu oft. Dabei ist gerade die «Unordnung» (z.B. ein Steinhaufen, Aeste/Totholz, Hecken, etc.) das perfekte Zuhause für Insekten, Vögel, Tiere und Bienen und auch der Mensch gewöhnt sich innert kürzester Zeit an die schönen Naturoasen direkt vor der Haustüre.
Wir Menschen verändern die Natur immer mehr. Der damit verbundene Verlust an biologischer Vielfalt ist enorm. Jede Sekunde verliert die Schweiz 0.7 m2 Grünfläche. Dabei ist die Vielfalt der Natur ein Erbe der 3-4 Milliarden Jahre alten Erdgeschichte. Wir alle wissen, nur eine intakte Natur kann unser Wasser säubern oder Sauerstoff und Nahrungsmittel produzieren. Wie unersetzlich Wildbienen für unser Ökosystem sind, wissen wir und dennoch sind viele Tiere und Pflanzen massiv bedroht. Wir sind verantwortlich der Natur die Lebensräume wieder zurückzugeben. Unter den richtigen Bedingungen kann sie sich innerhalb kurzer Zeit erholen. Ob auf dem Balkon oder im eigenen oder öffentlichen Garten. Machen Sie mit und bringen Sie mehr «Leben» in ihr zuhause und erfreuen Sie sich am Vogelgezwitscher, den Schmetterlingen und vielem mehr.

Die Artenvielfalt
ist in Gefahr

Eine von acht Millionen Pflanzen- und Tierarten sind weltweit vom Aussterben bedroht. Hauptursache für das Verschwinden ist der Verlust von Lebensräumen. Die dicht besiedelte Schweiz steht im internationalen Vergleich besonders schlecht da.

1992 hat sich die UN zum Schutz der biologischen Vielfalt einigen können. Das war am 22. Mai, der heute als «Tag der Biodiversität» gilt. Das Übereinkommen gab Grund zur Hoffnung haben es doch 195 Staaten unterzeichnet. Heute mehr als ein Vierteljahrhundert später, ist die Welt um tausende Arten ärmer geworden und leider beginnt man sich daran zu «gewöhnen». Die meisten sterben im Stillen und es ist nicht wichtig genug, dies zu melden. Nein nach kurzem Erstaunen folgen Spekulationen, Schuldzuweisungen und schliesslich Resignation. Beginnen wir deshalb zuhause und warten nicht auf Wunder. Nehmen wir die Verantwortung selber in die Hand und machen es uns in unserem Garten oder auf dem Balkon – jeder für sich – naturnah gemütlich.

"BIODIVERSITÄT heisst VIELFALT.
Es sind die kleinen Schritte, die den Weg
- den biodiversen - bedeutsam machen."

10 Tipps für einen naturnahen Garten

Einheimische Pflanzen sind die Lebensgrundlagen von vielen Tierarten und deshalb besonders wichtig für die Biodiversität.

1. Eine Blumenwiese anlegen

2. Tierfreundlich mähen

3. Auf Chemie verzichten

4. Einheimische Heckenpflanzen

5. Neophyten – schön aber ökologisch wenig wertvoll

6. Ast- und Laubhaufen

7. Steinhaufen oder Steinmauer

8. Eine Wasserstelle errichten

9. Der Garten am Bau – z.B. eine Dachbegrünung

10. Vieles kann stehen- und liegengelassen werden

UNSERE REGION

IM WANDEL DER ZEIT

Die Bevölkerung wächst und Neu- / Umbauten sind nicht zu vermeiden. Obstbäume, alte Gebäude, verwilderte Gärten, Magerwiesen oder Hecken müssen oftmals Platz für «NEUES» machen. Neues darf aber auch im Einklang mit der Natur stehen. Nicht Gärten mit Neophyten, versiegelte Flächen, tote Steinplätze oder intensive Bewirtschaftung, sondern heimische Flora und Fauna sind zu unterstützen. Es muss uns bewusst werden, dass eine fortlaufende Verarmung der Biodiversität eine Kette an Verlusten mit sich bringt – für ALLE.
Bei Neu- oder Umbauten müssen wir auf die Natur Rücksicht nehmen und dies sollte ein integraler Bestandteil der Planung sein. Ein grüner Fleckfindet sich immer und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Dabei steht das natürliche Wachstum im Vordergrund. Wir müssen nichts erzwingen, nichts «künstlich» verschönern, sondern der Natur das zutrauen, was sie schon immer konnte, nämlich blühen, gedeihen und uns Freude und Energie schenken. Diesen Respekt verdient sie, heute und morgen!

GUTE BEISPIELE

Falls Euer Schmuckstück nicht zu finden ist, sendet es an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wir freuen uns über jedes biodiverse Geschenk.

ENTWICKLUNG IN BALGACH

Die Bevölkerung ist in den letzten 50 Jahren um 45 % gewachsen

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