PROJEKT FLEDERMÄUSE

Tiere von grossem Nutzen

In Balgach haben wir mehrmals die Zwergfledermaus und die Weissrandfledermaus nachgewiesen. Bitte melde uns Vorkommen oder Beobachtungen in Deiner Umgebung. Herzlichen Dank.
Die Fledermäuse nutzen die Dunkelheit um zu jagen und den Tag um abzuhängen: Fledermäuse gehören zu den ältesten Tierarten der Welt. Mit Geduld und Ruhe können Menschen die Fledertiere bei ihren Ausflügen beobachten, mit etwas Glück sogar im eigenen Garten. Fledermäuse umgibt etwas Geheimnisvolles. Manche halten sie für mystische Wesen, anderen läuft schon allein beim Gedanken an die Nachtschwärmer ein leichter Schauer über den Rücken. Experten halten sie für nützliche Lebewesen, deren Beobachtung ein unvergessliches Erlebnis sein kann. Dabei gehören Fledermäuse nicht nur zu den spannendsten, sondern auch zu den ältesten Tierarten dieser Welt. „Es gibt sie schon seit 60 Millionen Jahren“, Leider bekommen die Tiere mittlerweile vom Menschen ihr Limit gezeigt. In der intensive Landwirtschaft wird immer noch mit sehr viel Chemie gearbeitet. Bei Häusern, unter deren Dächern Fledermäuse einst ihre Sommerquartiere fanden, werden umgebaut – all das hat ihnen stark zugesetzt.
Menschen und Tieren bringen Fledermäuse einen grossen Nutzen. „Europäische Arten ernähren sich ausschliesslich von Insekten. Dazu gehören auch einige, die wir Menschen nicht mögen – Stechmücken und Stubenfliegen zum Beispiel. Ausserdem fressen sie schädliche Käfer, die Pflanzen und Baumbestände zerstören. Wer einen eigenen Garten besitzt, kann einiges dafür tun, um Fledermäuse anzulocken und besser beobachten zu können. „Der Garten kann fledermausfit gemacht werden, indem man Bäume pflanzt, die später Früchte tragen. Eiche, Haselnuss- oder Apfelbäume Obwohl Fledermäuse robuste Tiere sind und sofort wegfliegen, wenn sie gestört werden, sollten Beobachter Rücksicht nehmen. „Man sollte sich respektvoll benehmen, Abstand halten, nicht laut sein oder die ganze Umgebung mit seinen Scheinwerfern ausleuchten.
Fledermäuse-Kästen für
Zuhause und ihr Unternehmen
Die Aufhänghöhe der Kisten sollte so hoch wie möglich sein, Idealerweise direkt unter dem Dachrand. Dies um den direkten Anflug der Fledermäuse zu gewährleisten und dass keine Gefahr von Katzen, Mardern etc. ausgeht. Ideal sind alle Hauswände ausser Westen (Wetterseite). Bäume oder irgendwelche Störfaktoren vor den Kästen sind zu vermeiden. Auch sollten die Kästen an «ruhigen» Orten platziert werden.

Zwergfledermaus

(Pipistrellus pipistrellus)
Merkmale - 4,5 cm Kopfrumpflänge; 25 cm Flügelspannweite; 3–7 g Normalgewicht; kleine rötlichbraun gefärbte Fledermaus mit dreieckigen Ohren; Unterseite gelbbraun bis graubraun.

Lebensweise und Lebensraum - Die Zwergfledermaus ist äusserst anpassungsfähig. Sie bewohnt von Innenstädten bis in ländliche Gebieten enorm viele Lebensräume. Bevorzugt jedoch Wälder und Gewässer. Typische Quartiere befinden sich hinter Holzverkleidungen, Eternit-Verschalungen und Blech-Verwahrungen.

Verbreitung - Sie bewohnt grosse Teile Europas inklusive Südskandinavien. Ausserhalb Europas gibt es Vorkommen in Nordwest-Afrika, Kleinasien, dem Mittleren Osten ostwärts bis Iran und Afghanistan.

Regionale Vorkommen - Die Zwergfledermaus ist unsere häufigste Fledermaus und bewohnt alle Gebiete unterhalb 1000 m ü. M.

Status und Schutz - Nicht gefährdet. Die Tiere sind aber genau wie alle anderen Fledermausarten geschützt. Die Tiere dürfen nicht getötet oder aus ihrem Quartier vertrieben werden. In allen Regionen der Schweiz steht ein Beratungsdienst zur Verfügung.

Quelle www.fledermausschutz.ch

Weissrandfledermaus

(Pipistrellus kuhlii)
Merkmale - Flügelspannweite 21–22 cm; Namensgebend ist ein weisser Randes am Hinterrand der Armflughaut.

Lebensweise und Lebensraum - Die Weissrandfledermaus bevorzugt vermutlich als Kulturfolgerin Ortschaften und andere menschliche Siedlungen als Lebensraum. Ihre Wochenstuben finden sich in Spalten an und in Gebäuden. Tagsüber bleibt sie in ihrem Versteck, das sich oft in einer engen Spalte an einem Gebäude befindet. Den Winter verbringt sie in Felsspalten, Höhlen oder Stollen. Sie ernährt sich von Fluginsekten, die sie oft in Gewässernähe zu erbeuten versucht.

Verbreitung - Das Hauptverbreitungsgebiet in Europa liegt im Süden. Die Weissrandfledermaus scheint aber in den letzten Jahren nach Norden vorzudringen. Es ist davon auszugehen, dass die Art künftig häufiger bei uns anzutreffen ist.

Regionale Vorkommen - Aus der Region ist nur ein einziger Freifund aus Rorschach bekannt.

Status und Schutz - Potentiell gefährdet. Über die regionale Gefährdung lässt sich nichts sagen.

Quelle www.fledermausschutz.ch
Nachgewiesene Fledermausarten
im St. Galler Rheintal
Alpenlangohr
Plecotus macrobullaris
Bartfledermaus
Myotis mystacinus
Bechsteinfledermaus
Myotis bechsteinii
Braunes Langohr
Plecotus auritus
Breitflügelfledermaus
Eptesicus serotinus
Fransenfledermaus
Myotis nattereri
Grosser Abendsegler
Nyctalus noctula
Grosse Hufeisennase
Rhinolophus ferrumequinum
Grosses Mausohr
Myotis myotis
Kleiner Abendsegler
Nyctalus leisleri
Kleines Mausohr
Myotis blythii
Mopsfledermaus
Barbastella barbastellus
Mückenfledermaus
Pipistrellus pygmaeus
Nordfledermaus
Eptesicus nilssonii
Rauhautfledermaus
Pipistrellus nathusii
Wasserfledermaus
Myotis daubentonii
Weissrandfledermaus
Pipistrellus kuhlii
Zweifarbenfledermaus
Vespertilio murinus
Zwergfledermaus
Pipistrellus pipistrellus
Weitere nützliche Informationen
und Bilder zu Fledermäusen.
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