PROJEKT NEOPHYTEN

ERKENNUNG & BEKÄMPFUNG

Seit langem verfolgen wir die Ausbreitung der Neophyten. Mit regelmässigen Pflegeeinsätzen wird ein weiteres Vordringen der invasiven Neophyten verhindert. Dabei arbeiten wir auch mit Schulklassen zusammen. Es ist wichtig, dass wir uns alle dieser Gefahr für die einheimische Flora bewusst sind.

Wuchernde Exoten

  • Einjähriges Berufkraut (Erigeron annuus)
  • Schmalblättriges Greiskraut (Senecio inaequidens)
  • Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
  • Goldruten (Solidago canadensis)
  • Sommerflieder (Buddleja davidii)
  • Japanischer Staudenknöterich (Fallopia japonica)
  • Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum)
  • Essigbaum (Rhus typhina)
  • Gewöhnliche Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Forsythie (Forsythia × intermedia)

Einheimische Alternativen

  • Gewöhnliches Leinkraut (Linaria vulgaris)

  • Pfaffenhütchen (Euonymus_europaeus)

  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

  • Vogelbeere (Sorbus aucuparia)

  • Traubenkirsche (Prunus padus)

  • Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)

  • Sanddorn (Hippophae rhamnoides)

  • Schwarze Königskerze (Verbascum nigrum)

  • Kornelkirsche (Cornus mas)

Balger Rebhängen

EINJÄHRIGES BERUFKRAUT

In den Balger Rebhängen konnte in den letzten Jahren zugeschaut werden, wie sich das Einjährige Berufkraut ständig ausbreitet. Diese Pflanze wurde vom Nordamerikanischen Kontinent eingeschleppt und wird wegen seiner aggressiven Verbreitung als invasiver Neophyt bezeichnet. Sie verdrängt einheimische Arten. Da die Pflanze für unsere Insekten kein Futter darstellt, trägt sie auch zum Rückgang der Insekten bei.
Sicher habt ihr bemerkt, dass vor allem die Hänge ab ca. Juni mit einer weiss blühenden Pflanze, ca. 60cm hoch, übersät sind. Ideal ist es, wenn die Pflanze vor dem Blühen mit der Wurzel ausgerissen bzw. ausgestochen wird. Der Verein Balger Natur hat nun Anfangs 2022 anlässlich einer Sitzung zusammen mit Vertretern des Rebbaus und der politischen Gemeinde beschlossen, die Ausbreitung einzudämmen. Dies soll vorerst für ca. drei Jahre gemacht werden und danach wird Bilanz über Erfolg / Misserfolg gezogen. Mit der Bekämpfung stehen wir nicht allein da. Zahlreiche Gemeinden in der Schweiz, auch im Rheintal, machen dies. Damit die Bekämpfung effektiv ist und sich nachhaltig lohnt, wurden vier Samstagmorgen fixiert. Im 2022 sind es der: 7. Mai, 4. Juni, 2. Juli, 13. August. Die Balger Natur hat alle Vereine in Balgach angeschrieben bei dieser Aktion mitzuhelfen. Die Entschädigung beträgt CHF 32.- pro Person/Halbtag und wird von der politischen Gemeinde finanziert, wie auch das nötige Material sowie ein Znüni.

07. Mai 2022

04. Juni 2022

Die nachfolgenden Broschüren helfen Neophyten in Ihrer Umgebung zu erkennen und mit einheimischen Alternativen zu ersetzen.

EINHEIMISCHE STRÄUCHER

PFLANZANLEITUNG & ENTSORGUNG

Einheimische Sträucher unterstützen die natürliche Vielfalt, bieten unseren Schmetterlingen und ihren Raupen sowie den Vögeln Nahrung und leisten damit einen sehr wichtigen Beitrag an die Biodiversität im und um den Siedlungsraum. In unseren Gärten aber, finden sich viele problematische fremdländische Sträucher, die der Natur keinen Nutzen bringen oder erheblich schaden. Ideal für die Neubepflanzung von einheimischen, wurzelnackten Sträuchern ist die kältere Jahreszeit. Da diese Pflanzen also erst bei Ihnen Wurzeln schlagen müssen um zu blühen und Früchte zu tragen, braucht es etwas Geduld.

Mögliche einheimische Sträucher

Wurzelnackte Sträucher

Das Pflanzmaterial muss, wenn es nicht sofort gepflanzt werden kann, umgehend eingeschlagen und bei Bedarf gewässert werden. Das Allerwichtigste ist, ein Austrocknen der Wurzeln zu vermeiden. Die Pflanze mit feuchten Tüchern oder Säcken umwickeln oder an einem Übergangsort einpflanzen.

Bodenbearbeitung vor dem Pflanzen

Der Boden muss nicht speziell auf die Pflanzung vorbereitet werden. Das Loch sollte etwa dem doppelten Umfang des Wurzelkranzes entsprechen. Durch das Öffnen des Pflanzlochs ergibt sich eine genügende Bodenlockerung. Um die Startbedingungen des Setzlings zu verbessern, ist es hilfreich, die Vegetation rund um das Pflanzloch zu entfernen. Eine Düngung ist nicht erforderlich.

Pflanzung und die Zeit danach

Den Wildstrauch in das Pflanzloch stellen und die Wurzeln ausbreiten. Eventuell: vorne an den Wurzeln die Spitze abschneiden. Alle Sträucher können so tief gesetzt werden, wie sie auch in der Forstbaumschule standen. Dies ist an der helleren Rindenfarbe jener Partien erkennbar, die sich in der Erde befanden. Die zuvor ausgehobene Erde einfüllen und sehr gut andrücken, reichlich giessen. Bei anhaltender Trockenheit während der Anwachszeit ist wiederholtes Wässern notwendig. Bei der Pflanzung alle Sträucher um ca. einen Drittel einkürzen (Pflanzschnitt). Die Sträucher in den ersten drei Jahren jährlich zurückschneiden, damit das Wachstum angeregt wird.
Neophyten sind leider auch im Rheintal massiv verbreitet. Hier einige Beispiele.
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