STRÄUCHER(TAUSCH)-AKTION
30. OKTOBER 2021
STRÄUCHER(TAUSCH)-AKTION | 30.10.2021

Einheimische Vielfalt in
die Balger Gärten!

Am 30. Oktober 2021 planen die Naturschutzgruppe Balger Natur sowie die politische Gemeinde Balgach eine Sträucher(tausch)-Aktion. Pro Postanschrift können maximal 10 Sträucher kostenlos bezogen werden, sofern die gleiche Anzahl Sträucher der Arten Kirschlorbeer, Sommerflieder, Essigbaum oder Forsythie mit den Wurzeln abgegeben / entsorgt werden.
Einheimische Sträucher unterstützen die natürliche Vielfalt, bieten unseren Schmetterlingen und ihren Raupen sowie den Vögeln Nahrung und leisten damit einen sehr wichtigen Beitrag an die Biodiversität im und um den Siedlungsraum. In unseren Gärten aber, finden sich viele problematische fremdländische Sträucher, die der Natur keinen Nutzen bringen oder erheblich schaden.
Wenn Sie also Ihren Garten biodiverser, naturnaher und «bunter» gestalten möchten,
reservieren Sie bitte schon heute den 30. Oktober 2021

Ersetzen Sie schädliche fremdländische Sträucher gratis durch wertvolle einheimische

Ersetzen Sie schädliche fremdländische Sträucher gratis durch wertvolle einheimische

Der Kirschlorbeer und der Essigbaum bringen den Insekten keinen Nutzen, verbreiten sich aber unkontrolliert in unseren Wäldern. Durch illegale Entsorgung von Gartenmaterial gelangt der Kirschlorbeer in die freie Natur. Seine Kirschen werden gerne von Vögeln gefressen, wodurch er weiter verbreitet wird.
Der Sommerflieder (auch Schmetterlingsflieder) wird zwar häufig von Schmetterlingen besucht, gibt aber deren Raupen keine Nahrung und ist deshalb im Gegensatz zur Traubenkirsche kaum nützlich. Der Sommerflieder überwuchert die Kiesflächen und verdrängt damit nützliche Pflanzen.
Die Forsythie ist wegen der gelben Blüten im Frühling beliebt. Sie vermehrt sich zwar nicht unkontrolliert, ist aber im Gegensatz zur ebenfalls wunderschön gelb blühenden Kornelkirsche ökologisch wertlos, weil sie weder Nektar noch Früchte hat.
Ziel dieser «frühzeitigen» Information ist es, dass Sie genügend Zeit finden, sich mit der Tausch-Aktion zu befassen. Oder vielleicht findet sich in ihrem Garten ein Plätzchen, dass biodiverser sein darf? Dann können Sie sich jetzt schon in aller Ruhe vorbereiten und Ende Oktober von der Aktion profitieren. Ideal für die Neubepflanzung von einheimischen, wurzelnackten Sträuchern ist die kältere Jahreszeit. Bei Fragen zur Aktion gibt Ihnen die Balger Natur gerne Auskunft.
Und bis 30.09.2021 an Balger Natur, Bodenstrasse 11, 9436 Balgach retournieren
oder direkt per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden.

Pflanzanleitung Sträucher

Die Sträucher werden wurzelnackt geliefert. Da diese Pflanzen also erst bei Ihnen Wurzeln schlagen müssen um zu blühen und Früchte zu tragen, braucht es etwas Geduld.

Nach Erhalt der Ware

Das gelieferte Pflanzmaterial muss, wenn es nicht sofort gepflanzt werden kann, umgehend eingeschlagen und bei Bedarf gewässert werden. Das Allerwichtigste ist, ein Austrocknen der Wurzeln zu vermeiden: Die Pflanze mit feuchten Tüchern oder Säcken umwickeln oder an einem Übergangsort einpflanzen.

Bodenbearbeitung vor dem Pflanzen

Der Boden muss nicht speziell auf die Pflanzung vorbereitet werden. Das Loch sollte etwa dem doppelten Umfang des Wurzelkranzes entsprechen. Durch das Öffnen des Pflanzlochs ergibt sich eine genügende Bodenlockerung. Um die Startbedingungen des Setzlings zu verbessern, ist es hilfreich, die Vegetation rund um das Pflanzloch zu entfernen. Eine Düngung ist nicht erforderlich.

Pflanzung und die Zeit danach

Den Wildstrauch in das Pflanzloch stellen und die Wurzeln ausbreiten. Eventuell: vorne an den Wurzeln die Spitze abschneiden. Alle Sträucher können so tief gesetzt werden, wie sie auch in der Forstbaumschule standen. Dies ist an der helleren Rindenfarbe jener Partien erkennbar, die sich in der Erde befanden. Die zuvor ausgehobene Erde einfüllen und sehr gut andrücken, reichlich giessen. Bei anhaltender Trockenheit während der Anwachszeit ist wiederholtes Wässern notwendig. Bei der Pflanzung alle Sträucher um ca. einen Drittel einkürzen (Pflanzschnitt). Die Sträucher in den ersten drei Jahren jährlich zurückschneiden, damit das Wachstum angeregt wird.
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